Stoffwechsel im Knochen

Von außen sieht ein Knochen fest und starr aus. Einmal ausgewachsen, bleibt er so ein Leben lang, könnte man meinen. Doch das stimmt nicht. Allein die Tatsache, dass ein Knochen in der Lage ist, sich nach einem Bruch selbst zu reparieren, deutet darauf hin, dass er eben nicht statisch und irgendwie leblos ist.

Ganz im Gegenteil. Das Knochengewebe unterliegt einem ständigen Wechsel von Abnutzung und Erneuerung. Er baut sich sozusagen immer wieder neu auf und ab. Dadurch ist ein Knochen in der Lage, sich an die jeweiligen Anforderungen anzupassen – zum Beispiel unterschiedliche Zug- und Druckbelastungen.

Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Zellentypen in den Knochen: die Osteoblasten und die Osteoklasten.

Die Osteoblasten bilden neuen Knochen, lassen ihn wachsen und heilen ihn bei Brüchen.

Die Osteoklasten bauen Knochen ab, wenn er nicht mehr belastet wird und wenn Störungen oder Erkrankungen im Gewebe auftreten.

Die folgenden Abbildungen zeigen, wie diese zwei Zelltypen miteinander arbeiten – am Beispiel eines Reparaturvorganges von einem Riss.

Anzahl Boxen 7
Breite einer Box 500
Höhe einer Box 260
Bild 1 /cmsmultimedia/238/176/203/113557143569.png Überschrift 1 none Text 1 Normaler Knochen, der Aufbau ist lückenlos Igel auf Leiste 1 none
Bild 2 /cmsmultimedia/206/11/151/113557667857.png Überschrift 2 none Text 2 Osteoklasten (blau) graben sich zu Rissen vor oder sind generell überaktiv Igel auf Leiste 2 none
Bild 3 /cmsmultimedia/93/290/97/113556357137.png Überschrift 3 none Text 3 Sie entfernen Knochen, sei er gesund oder reparaturbedürftig Igel auf Leiste 2 none
Bild 4 /cmsmultimedia/112/130/44/113556619281.png Überschrift 4 none Text 4 Der Knochen wird stellenweise praktisch ausgeschält Igel auf Leiste 3 none
Bild 5 /cmsmultimedia/138/189/276/113557405713.png Überschrift 5 none Text 5 Osteoblasten füllen die Lücke mit neuer Substanz auf Igel auf Leiste 5 none
Bild 6 /cmsmultimedia/80/266/291/113556881425.png Überschrift 6 none Text 6 Links: Osteoblasten mineralisieren nun noch den neuen Knochen. Rechts: Hier bleibt eine Lücke. Die Arbeit der Osteoblasten reicht nicht aus Igel auf Leiste 6 none
Bild 7 /cmsmultimedia/180/253/218/113557930001.png Überschrift 7 none Text 7 Bei einem lückenhaften Aufbau bleibt eine Delle im Knochen. Das kann der Startpunkt für Knochenschwund sein Igel auf Leiste 7 none


Nicht immer verlaufen solche Reparaturvorgänge fehlerlos. Bleibt beim Aufbau eine Lücke, kann dies langfristig zum Knochenschwund führen.

Gesteuert werden diese Auf- und Abbauvorgänge von Botenstoffen im Körper, den Knochenhormonen. Drei Spezialisten sind maßgeblich daran beteiligt: das Parathormon, Vitamin-D und Kalzitonin.

Das genaue Zusammenspiel dieser Botenstoffe zu erklären würde den Rahmen dieses Kurses sprengen. Nur soviel sollten Sie wissen: Ab dem vierten Lebensjahrzehnt kommt es zu einem allmählichen Knochenmasseverlust. Der ist im gewissen Maße normal. Bei manchen Menschen tritt dieser Knochengewebeabbau jedoch massiv auf. Wird dabei eine bestimmte Menge an Knochemasse unterschritten, leidet die Stabilität des Knochens darunter. Brüche können spontan auftreten. Dieser Erkrankung haben Mediziner einen eigenen Namen. Sie ahnen schon, wie er lautet: Osteoporose.

Was sich hinter diesem Leiden genau verbirgt, erfahren Sie in der nächsten Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Osteoporose
14%

aktualisiert am 20.07.2015, erstellt am 13.05.2015
Bildnachweis: W&B / Röper

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen