Untersuchungen beim Arzt: Röntgen, MRT, Knochendichtemessung, Ultraschall

Knochendichtemessung

Knochendichtemessung: Gehört zur Diagnose von Osteoporose fast immer dazu

Es geht los wie immer beim Arzt (zumindest sollte es immer so sein): mit einem Gespräch. Bestehen Risikofaktoren? Wurde bei einem Familienmitglied bereits eine Osteoporose diagnostiziert? Kam es bei Mutter oder Vater im Alter häufig zu Knochenbrüchen? Das lässt auf eine erbliche Veranlagung schließen. Auch andere Faktoren wie verminderte Körpergröße, Untergewicht, Medikamente oder Erkrankungen spricht der Arzt an. Alkohol- und Zigarettenkonsum sind ebenfalls ein Thema.

Dann wird der Arzt einen Blick auf den Rücken werfen: Zeigt er Anzeichen von Wirbelkörperbrüchen, zum Beispiel ein Rundrücken oder wirft die Haut Falten in Form eines Tannenbaums?

Zu jeder Osteoporose-Diagnostik gehört eine Knochendichtemessung, die sogenannte DXA-Messung. Dabei handelt es sich um ein strahlungsarmes Röntgenverfahren, das nur wenige Minuten dauert. Aufnahmeorte sind meist Wirbelsäule oder Hüftknochen. Relevant ist der sogenannte T-Wert, der angibt, wie weit die ermittelte Knochendichte unter dem Durchschnittswert eines gesunden 30-Jährigen liegt. Ein Wert unter -2 ist ein deutliches Zeichen für eine verminderte Knochendichte.

Das Verfahren gibt Hinweise auf eine Osteoporose, kann sie aber nicht beweisen. Der Arzt bewertet das Ergebnis immer im Zusammenhang mit anderen Aspekten: Lebensalter, bereits erlittene Knochenbrüche, erbliche Veranlagung, Beschwerden und Krankheiten, die bekannt dafür sind Osteoporose auszulösen. Die Knochendichtemessung dient nicht nur zur Diagnose, sondern auch um den Verlauf einer Therapie zu überprüfen.

Eine normale Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule wird der Arzt vor allem bei akuten oder chronischen Rückenschmerzen veranlassen. Bei fortgeschrittener Osteoporose sind meist mehrere Wirbelbrüche im Röntgenbild zu erkennen, als Formveränderungen an den Wirbeln, sogenannte Keil-, Fisch- oder Plattwirbel. Meist sind das deutliche Hinweise auf Osteoporose, vor allem, wenn der Arzt keine andere Ursache für die Wirbelbrüche sieht. Einen frischen Wirbelkörperbruch zeigen Röntgenbilder übrigens nicht, da es noch nicht zu einer erkennbaren Wirbelkörperverformung gekommen ist.

Eine weitere wichtige Rolle spielen die Blutwerte. Gemessen wird in erster Linie der Kalzium- und Phosphat-Gehalt im Blut sowie der Schilddrüsenwert TSH.

Bei einem sehr auffälligen Befund in der Knochendichtemessung oder einem komplizierten Bruch schicken Ärzte einen Patient manchmal zu einer Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT). Das ist wichtig, um andere Ursachen auszuschließen und zwischen einer primären und sekundären Osteoporose zu unterscheiden.

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aktualisiert am 20.07.2015, erstellt am 15.05.2015
Bildnachweis: Your Photo Today/Superbild Bildagentur GbR/PHANIE

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