Wird Osteoporose vererbt?

Frau denkt über Vererbung nach

Die Erbanlagen spielen tatsächlich eine Rolle bei Osteoporose

Erbliche Faktoren spielen eine große Rolle bei der Entstehung einer Osteoporose, das belegen Zwillings- und Familienstudien. Kam es bei Vater oder Mutter im Alter zu Knochenbrüchen oder wurde sogar eine Osteoporose festgestellt, hat man ein erhöhtes Risiko ebenfalls zu erkranken.

 

Gene, Erbinforma-
tion, was ist das?

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Forschungen zeigten, dass bestimmte Genvarianten (Erbfaktoren) mit verminderter Knochendichte und einem erhöhten Frakturrisiko zusammenhängen. Das betrifft zum Beispiel Gene, die die Erbinformation für den Vitamin-D-Rezeptor enthalten. An diesen "Empfangsstellen" in den Zellen dockt das Vitamin D an und veranlasst schließlich, dass genügend Kalzium in die Knochen eingebaut wird. Bestimmte Varianten dieser Rezeptoren können den Verlust der Knochenmasse mit fortschreitendem Alter unterschiedlich beeinflussen.

Bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose und familiärer Veranlagung, wo zum Beispiel bereits die Mutter an Knochenschwund litt, fanden Wissenschaftler bestimmte Genvarianten, die bei Osteoporose gehäuft auftreten. Auch das legt nahe, dass die Krankheit in manchen Fällen erblich ist.

Wer weiß, dass Mutter, Großmutter oder Vater von der Krankheit betroffen waren, muss trotzdem nicht befürchten, dass er sicher erkrankt. Gene werden von Generation zu Generation neu zusammengemischt. Nur weil ein Verwandter eine bestimmte Variante eines Gens in sich trägt bedeutet das nicht, dass es bei einem selbst auch so ist.

Eine familiäre Veranlagung erhöht allerdings das Risiko. Meistens sind mehrere Gene im Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie Alter, hormonellen Einflüsse oder weiteren Erkrankungen verantwortlich für den übermäßigen Knochenschwund. Auch der Körperbau und die Herkunft spielen eine Rolle: Schlanke, zartgliedrige Menschen mit weißer Hautfarbe oder Menschen aus Asien haben ein höheres Risiko für Osteoporose.

Ihr Fortschritt im Kurs Osteoporose
32%

aktualisiert am 20.07.2015, erstellt am 15.05.2015
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