Jeder soll von Ihrem Rauchstopp erfahren

Gespräch

Nicht nur der Partner sollte vom Rauchstopp-Vorhaben erfahren. Erzählen Sie es jedem

Mit sich selbst haben Sie jetzt Ihren Rauchstopp-Wunsch abgesprochen. Dabei sollten Sie es aber nicht belassen. Nach der letzten Zigarette brauchen Sie alle Unterstützung, die Sie bekommen können. Deshalb sollten Sie Ihr privates und berufliches Umfeld einbeziehen. Sagen Sie Freunden und Familie genau, was Sie sich für die nächste Zeit wünschen, was Sie brauchen – und was nicht.

Sie brauchen: Unterstützung und Glauben. Sätze wie: "Ich finde es toll, dass du das endlich durchziehst, ich bin stolz auf dich!" Erklären Sie auch, dass Sie diese Sätze immer wieder hören müssen, auch wenn die ersten Wochen geschafft sind und sich jeder an Ihr neues, rauchfreies Ich gewöhnt hat.

Sie verzichten dankend auf: Kritik, Spott und Skepsis. Sätze wie: "Das schaffst Du doch sowieso nicht" oder "Das hat doch schon beim letzten Mal nicht geklappt" sind tabu. Wer so denkt, muss es für sich behalten oder Sie für eine Weile nicht mehr treffen.

Auf was Sie sonst noch achten sollten beim Umgang mit anderen:

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  • Umgeben Sie sich bewusst mit Menschen, die Ihnen gut tun. Freunden, die an Sie glauben, Ihnen helfen und Sie unterstützen. Vielleicht kann Ihr Mann Ihnen helfen, indem Sie ein gemeinsames, neues Hobby beginnen – Tanzen zum Beispiel. Oder Sie machen mit Ihrer Frau endlich den Tenniskurs, über den Sie schon so oft gesprochen haben? Solche gemeinsamen Unternehmungen haben viele Vorteile:

    • Sie beginnen etwas Neues, Sie finden eine Alternative zum Rauchen, die Sie ablenkt
    • Ihr Partner kann Sie dabei direkt unterstützen
    • Sie sind nicht alleine und brauchen nicht ans Rauchen zu denken
    • Sie unternehmen etwas gemeinsam (wann haben Sie das zuletzt getan, ganz ohne Zigaretten?) und haben Spaß

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  • Suchen Sie sich Vorbilder. Unterhalten Sie sich mit anderen Ex-Rauchern. Fragen Sie die, die früher stark geraucht haben: "Wie hast du es geschafft, aufzuhören?" Lassen Sie den Ex-Raucher erzählen, wie sich sein Leben als Nichtraucher anfühlt. Er wird ins Schwärmen geraten und nicht mehr damit aufhören.

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  • Informieren Sie vor allem die (Noch-)Raucher in Ihrem Umfeld. Machen Sie deutlich: "Ich möchte nicht, dass du mir noch einmal eine Zigarette anbietest oder fragst, ob ich mit zum Rauchen nach draußen komme". Erzählen Sie Ihren rauchenden Freunden von Ihrem Vorhaben. Erklären Sie, dass Sie in der nächsten Zeit erst einmal nicht mit in den Biergarten oder zum Kartenspielen kommen. Viele werden dafür Verständnis haben und sie insgeheim oder auch ganz offen bewundern.

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  • Auch hier ist wichtig: Sätze wie "das schaffst du nicht" sollte jeder für sich behalten, das können Sie den Rauchern offen sagen. Gerade (Noch-)Raucher rütteln manchmal ganz schön an der Moral. Sie erzählen, wie oft sie schon aufhören wollten und es doch nicht geschafft haben, mit dem Hinweis "Das wird dir auch so gehen". Oder sie halten Vorträge, warum sie so gerne rauchen und warum es ihnen gut tun würde. Insgeheim sind diese Raucher vielleicht sogar neidisch, dass Sie es geschafft haben. Begegnen Sie Ihnen mit Optimismus: "Ich habe es geschafft, dann klappt es bei dir auch". Bleiben Sie höflich und bestimmt, wenn man Ihnen trotzdem eine Zigarette anbietet, ein kurzes "nein, danke" genügt. Sie müssen nicht immer erklären, warum Sie nicht rauchen und sich vor niemandem rechtfertigen.

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  • Natürlich gibt es die Unverbesserlichen, die mit Spott nicht sparen, die vielleicht selbst schon viele gescheiterte Versuche aufzuhören hinter sich haben. Und ihre Enttäuschung über sich selbst jetzt auf Sie übertragen wollen. Wenn Sie spüren, dass Ihnen das nicht gut tut, wenn es Sie verunsichert, stresst, schlechte Laune macht – dann treffen Sie diese Person oder diese Menschen in der nächsten Zeit einfach nicht.

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  • Viele Ex-Raucher haben nach der letzten Zigarette die Erfahrung gemacht, wie wichtig es für Sie ist, sich von manchen Rauchern fernzuhalten. Gehen Sie auf Abstand, wenn Sie es brauchen. Widmen Sie sich lieber Ihrem neuen Hobby und den Menschen, die Sie beim Rauchstopp unterstützen.

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Nicht nur die Nähe zu Rauchern birgt die Gefahr eines Rückfalls. Rückfallsituationen gibt es viele. Wichtig ist es, diese zu erkennen und zu vermeiden. Darum geht es in der nun folgenden Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Mit dem Rauchen aufhören
55%

aktualisiert am 07.10.2014, erstellt am 03.11.2014
Bildnachweis: F1Online/Tetra Images

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