Stress? Lernen Sie sich zu entspannen

Alternative Entspannungsmethoden

Bei Stress müssen Sie immer rauchen? Dann sollten Sie lernen sich zu entspannen

Noch wird es bei Ihnen so sein: "Ich bin im Stress, ich brauche eine Zigarette". Dass die entspannende Wirkung des Zigarettenrauchs nur eine Illusion ist, haben Sie bereits gelernt. Noch unterliegen Sie dieser Illusion, der Trick funktioniert also weiterhin.

Doch was tun, wenn Sie nicht mehr rauchen? Idealerweise gehen Sie – zumindest in der ersten rauchfreien Zeit – Stresssituationen aus dem Weg. Es ist aber völlig klar, dass dies nur beschränkt oder gar nicht möglich sein wird. Sie sollten sich also andere Strategien überlegen, bei Angespanntheit und Hektik wieder runterzufahren.

Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von Methoden, die helfen, Stresssituationen zu meistern.

Die einfachste und effektivste Methode ist die Progressive Muskelentspannung (PME), entwickelt vom US-amerikanischen Arzt Edmund Jacobson. Dabei spannt man bewusst bestimmte Muskelgruppen zuerst fünf bis sieben Sekunden an, um dann wieder locker zu lassen (30 bis 40 Sekunden). Dieser Wechsel zwischen An- und Entspannung bewirkt eine tiefe Entspannung des ganzen Körpers. PME ist leicht zu lernen, wenn Sie wollen sogar jetzt, sofort – in unserem Anleitungsvideo. Investieren Sie 15 Minuten, von denen Sie ein Leben lang profitieren. Sie werden schnell einen Fortschritt spüren und nach kurzer Zeit immer schneller und bewusster entspannen. Film ab!

 

Im Folgenden stellen wir Ihnen weitere Entspannungsmethoden vor. Sie wirken auch sehr gut. Der Aufwand, sie zu lernen, ist allerdings höher.

Mit den Pfeilen links und rechts
können Sie die Textblöcke
hin- und herbewegen

  • Das Autogene Training ist eine weltweit anerkannte Entspannungsmethode. Sie wird auch als Autosuggestion oder Selbsthypnose bezeichnet, weil der Praktizierende sich so auf sein Inneres konzentriert, dass er die Außenwelt nahezu komplett ausblendet. Geübte können überall entspannen, ob an der Bushaltestelle, im Zug, Sitzen oder Stehen. Autogenes Training wirkt auf Herz, Kreislauf und Verdauung, es entspannt die Muskeln, kann Schmerzen lindern und Ängste abbauen. Nacheinander widmet man sich einzelnen Körperbereichen, lässt sie erst schwer und dann warm werden, indem in Gedanken Sätze wie "mein rechter Arm ist schwer" und "mein rechter Arm ist warm" formuliert werden. Am besten lernt man Autogenes Training unter professioneller Anleitung in einem Kurs und übt zu Hause so oft wie möglich – wenige Minuten reichen aus.

    1/3

  • Yoga stammt ursprünglich aus der indischen Philosophie. Hierzulande kennen wir die westliche Form, die auf körperlicher Praxis (Asanas), Atemübungen und Meditation beruht. Yoga ist mittlerweile so beliebt, dass das Angebot an Kursen und Yogastilen unüberschaubar geworden ist. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Yoga haben, sollten Sie auf jeden Fall einen Anfängerkurs buchen. Probieren Sie es mit Hatha-Yoga, hier wird der Schwerpunkt vor allem auf Körper- und Atemübungen gelegt. Asansas werden grundsätzlich sehr langsam ausgeführt und mit dem Atem verbunden. Ein Yogalehrer zeigt und verbessert die Haltungen. Gerade am Anfang sollten Sie deshalb einen Kurs buchen und nicht alleine zu Hause üben – sonst schleichen sich Fehler ein, die zu Schmerzen und Haltungsschäden führen können.

    2/3

  • Auch das Meditieren sollten Sie unter professioneller Anleitung erlernen und regelmäßig zu Hause üben. Für Anfänger und Ungeübte ist es wichtig, in einer neutralen Umgebung zu praktizieren – in den eigenen vier Wänden fühlen sich viele Menschen schnell abgelenkt. Bei der Meditation geht es darum, sich ganz auf sein Inneres zu konzentrieren, alle Gedanken abzuschalten und den Geist völlig zu entspannen. Das braucht Übung und regelmäßige Praxis, lohnt sich aber: Eine US-amerikanische Studie hat gezeigt, dass Meditation das Rauchverlangen reduzieren kann. Die Probanden praktizierten die Methode "Integrative Mind Body Training", eine Mischung aus Meditation, Körperentspannung und Achtsamkeitsübungen und reduzierten ihren Zigarettenkonsum um 60 Prozent.

    3/3

Ganz entspannt geht es jetzt zur nächsten Lektion. Das Thema: Wie Bewegung und Sport beim Rauchstopp helfen.

Ihr Fortschritt im Kurs Mit dem Rauchen aufhören
72%

aktualisiert am 07.10.2014, erstellt am 03.11.2014
Bildnachweis: Glow Images/Beyond, W&B / Screenpulse

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen