Wie Rauchen die Lebensqualität mindert

Dieses Glücksgefühl beim Inhalieren des Nikotins. Die Entspannung, der Geschmack. Viele Raucher würden wahrscheinlich uneingeschränkt die Aussage bejahen, dass Zigaretten ein Stück Lebensqualität sind.

In den vergangenen Lektionen haben Sie zwar schon gelernt, dass es sich dabei vor allem um eine Illusion handelt. Doch für Raucher ist diese Illusion wahr. Sie empfinden den Zug an der Zigarette tatsächlich sehr positiv.

Das Plus der eingebildeten Lebensqualität wird allerdings teuer erkauft – mit einem Minus an Lebensqualität in anderen Bereichen. Um die soll es jetzt gehen. Welche Nachteile Sie als Raucher hinnehmen müssen, zeigt das folgende Bild. Allerdings ist es etwas durcheinander geraten. Schieben Sie es wieder richtig zusammen ...

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Raucher müssen also Geschmacksverlust hinnehmen. Zigaretten sind teuer, reißen demzufolge ein Loch in der Haushaltskasse. Und einen gewissen Körpergeruch lässt sich auch kaum vermeiden. Im Folgenden gehen wir etwas genauer auf diese und weitere "Nebenwirkugen" ein:

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  • Weil sich die Schadstoffe in Zigaretten auf den Zähnen ablagern, verfärben sich diese gelblich-bräunlich. Gegen solche "Raucherzähne" hilft kein Putzen, sie entstehen selbst bei optimaler Mundhygiene. Auch Lippen, Zunge und Zahnfleisch können sich verfärben und belegt sein. Das sind nicht eben attraktive, aber typische Begleiterscheinungen des Rauchens. Die Zähne sind zudem oft empfindlich, lockern sich schneller und machen Raucher mitunter zu Dauergästen in der Zahnarztpraxis. Weil sie 15-Mal häufiger Parodontitis entwickeln als Nichtraucher, ist bei vielen schon früh ein Zahnersatz nötig. Der wiederum ist schwieriger zu realisieren als bei Nichtrauchern, weil die Wundheilung aufgrund der verminderten Durchblutung des Gewebes schlechter ist. Rauchen beeinflusst außerdem die Mundschleimhaut und verändert die Zusammensetzung des Speichels. Kurzum: Ein strahlendes Lächeln lässt sich kaum mit der Qualmerei vereinbaren.

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  • Auch der Haut tut man mit Zigaretten keinen Gefallen. Im Laufe der Zeit wird sie durch Rauchen graustichtig, fahl und hager, außerdem bilden sich auffällige Falten. Rauchen lässt die Haut nachweislich schneller altern – bei Frauen noch mehr als bei Männern. Das liegt vor allem daran, dass Nikotin die Durchblutung verschlechtert und die Sauerstoffversorgung des Gewebes beeinträchtigt. Die Oberhaut von Rauchern enthält zudem weniger Wasser. Außerdem hemmt Nikotin die Neubildung von Kollagenfasern und fördert den Abbau von Kollagen und Elastin. Diese Stoffe braucht der Körper aber, um die Haut straff und rosig zu machen. Für ein frisches, jugendliches Aussehen ist Rauchen also nicht zuträglich.

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  • Rauchen ist ein regelrechter Geschmacksräuber. Schon nach wenigen Jahren regelmäßigen Rauchens werden die Geschmacksknospen auf der Zunge so geschädigt, dass die Empfindlichkeit des Geschmacksinns messbar nachlässt. Dichte und Struktur der Geschmacksknospen verändern sich, ihre Blutversorgung wird reduziert. In der Folge können Raucher Geschmack nicht mehr so intensiv empfinden wie Nichtraucher. Das gilt übrigens auch für das Riechen. Studien zeigen, dass Raucher doppelt so häufig einen geschädigten Geruchssinn haben wie Nichtraucher. Nikotin behindert die Erneuerung der Sinneszellen, die für das Riechen zuständig sind. Viele Raucher zerstören mehr dieser Zellen, als nachgebildet werden können. Immerhin: Wer mit dem Rauchen aufhört, bei dem verbessert sich innerhalb weniger Wochen das Riechen und Schmecken deutlich.

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  • Apropos Riechen: Während Raucher beim Essen auf viele Sinneseindrücke verzichten müssen, kann es schnell passieren, dass man dem Tischnachbarn durch seinen Eigengeruch den Appetit verdirbt. Im Sekret der Schweißdrüsen werden Reste des Rauchens ausgeschieden und verursachen einen unangenehmen Geruch. Außerdem hängt der Tabakrauch förmlich in Haaren und Klamotten. Gerade kalter, abgestandener Rauch riecht besonders unangenehm. Aus diesem Grund versuchen selbst viele Raucher, in den eigenen vier Wänden oder im Auto auf den Glimmstängel zu verzichten. Zumal das Nikotin auch hier gelbliche Verfärbungen zum Beispiel in Vorhängen oder Sitzpolstern verursacht. In Raucherwohnungen legt sich zudem überall ein dünner Nikotinfilm ab, der krebserregende Substanzen bildet, wenn er sich mit Luft verbindet. Für Mitbewohner, die nicht rauchen, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitsschädigend. Der Geruch ist außerdem eine Nebenwirkung, die Nichtraucher abschreckt und etwas mit sozialer Akzeptanz zu tun hat. Bei der Partnerwahl oder im Freundeskreis kann es durchaus zu Problemen kommen, wenn man buchstäblich aus allen Poren nach Zigaretten mieft.

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  • Eine ganz andere Folge betrifft nicht den Körper, sondern den Geldbeutel: Rauchen ist richtig teuer. Eine Schachtel Zigaretten bekommt man heute nicht unter fünf Euro. Jeder kann sich schnell und einfach ausrechnen, was er pro Woche, Monat und Jahr so verraucht. Ein Beispiel? Wer 20 Zigaretten täglich raucht und für eine Schachtel 5,20 Euro bezahlt, kommt in der Woche auf 36,40 Euro, im Monat auf 161,20 Euro und im Jahr auf rund 1900 Euro.

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Jetzt haben Sie schon eine ganze Menge über das Rauchen gelernt. In der kommenden Lektion werden wir das kurz Rekapitulieren – um am Ende zu der alles entscheidenden Frage zu kommen: Sind Sie bereit für den Ausstieg?

Ihr Fortschritt im Kurs Mit dem Rauchen aufhören
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aktualisiert am 07.10.2014, erstellt am 03.11.2014
Bildnachweis: W&B / Röper

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