Wie Zusatzstoffe die Sucht verstärken

Was meinen Sie: Hätte der Inhalt Ihrer ersten Zigarette nur aus den Blättern einer Tabakpflanze bestanden, getrocknet, gehäckselt, in Papier gerollt, mit einem Filter versehen und frei von jeglichen Zusatzstoffen - wären Sie dann zum Raucher geworden?

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Ja, warum denn nicht? Es geht doch um das Nikotin. Und das steckt im Tabak.

Das stimmt zwar, dennoch hätten Sie wohl keine zweite Zigarette angefasst. Warum, erfahren Sie gleich.

Nein, ohne Zusatzstoffe sind Zigaretten ungenießbar.

In der Tat wäre es Ihnen wahrscheinlich so ergangen.

Die Urform einer Zigarette schmeckt derart scheußlich, dass sie wahrscheinlich kaum jemand anrühren würde. Deshalb müht sich die Tabakindustrie nach Kräften, uns Zigaretten schmackhaft zu machen. Zigaretten sind heute ein ausgefeilter chemischer Cocktail, in dem bis zu 600 Zusatzstoffe pro Glimmstängel stecken. Neben Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid sind das zum Beispiel Zucker, Honig und Vanille, die dazu dienen, den strengen Geschmack von Tabak zu überdecken. Menthol hat denselben Zweck, ermöglicht es doch aufgrund seiner kühlenden und schmerzlindernden Wirkung, dass man den beißenden Rauch besser einatmen kann. Durch tiefes Inhalieren wird die Nikotinaufnahme erhöht und die Sucht gefördert – ganz im Sinne der Industrie.

Neben diesen für sich genommen harmlosen Stoffen stecken aber auch jede Menge bedenkliche Zusatzstoffe in Zigaretten, etwa Ammoniak, Paraffine, Wachse, Öle, Soda, Butylenglykol, Schellack oder Harnstoff. Besonders perfide: Die meisten der Zusatzstoffe dienen als Wegbereiter für den eigentlichen Suchtstoff, das Nikotin. Besonders wichtig sind hierbei Ammonium-Verbindungen wie Ammoniak, Soda oder Harnstoff. Diese Substanzen beschleunigen die Aufnahme von Nikotin in der Lunge und im Gehirn – die Droge wirkt also schneller und länger.

Eine Zigarette mit mehr Nikotin und weniger Zusatzstoffen ist aus diesem Grund manchmal weniger gefährlich als eine mit weniger Nikotin und vielen Zusatzstoffen. Letztlich gelangt durch die Zusatzstoffe mehr Gift in den Körper – selbst wenn auf der Verpackung damit geworben wird, dass die Zigaretten besonders wenig Nikotin enthalten.

Auf ein weiteres Problem mit den Zusatzstoffen weist das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg hin: In der 600 bis 900 Grad Celsius heißen Glut einer Zigarette reagieren die Zusatzstoffe in einer Vielzahl von chemischen Reaktionen miteinander. Dabei werden mitunter harmlose Zusatzstoffe in gefährliche Stoffe verwandelt. Was bei der Verbrennung einer Zigarette alles passiert, weiß niemand so genau. Klar ist nur, dass viele Zusatzstoffe und deren Verbrennungsprodukte krebserregend sind, das Erbgut schädigen oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Soviel zu den Inhalten und den Wirkungen von Zigaretten. In der nun folgenden Lektion sollen Sie in einem Selbst-Check herausfinden, wann Sie üblicherweise rauchen. Eine wichtige Maßnahme.

Ihr Fortschritt im Kurs Mit dem Rauchen aufhören
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Text Durch Zusatzstoffe gelangt mehr Gift in den Körper
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aktualisiert am 25.06.2015, erstellt am 03.11.2014
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