Die Rolle von Kortison bei der Rheumatherapie

Kortison ist ein Wirkstoff, der sehr gut Entzündung hemmen kann. Die Substanz unterdrückt die Aktivität bestimmter Zellen der Körperabwehr - und zwar schnell. Kortison wirkt rasch. Vor allem die Fresszellen legt es lahm. Gerade diese Fresszellen sind es, die rheumatische Entzündungen an den Gelenken fördern. Es ist also kaum verwunderlich, dass Kortison zur Standardmedikation bei rheumatoider Arthritis gehört.

Damit dieser Wirkstoff nicht nur als abstrakter Begriff bei Ihnen im Gedächtnis hängen bleibt, wollen wir der Substanz ein Bild geben. Mit bloßem Auge kann man Kortison nicht sehen. Chemiker visualisieren Moleküle am Computer. Kortison sieht folgendermaßen aus ... nun, nicht ganz. Das Bild ist etwas durcheinander geraten. Bringen Sie die einzelnen Puzzleteile in die richtige Position.

Bild-URL /cmsmultimedia/79/233/23/112563355665.jpg Bildgröße X 550 Bildgröße Y 300 Anzahl Felder X-Achse 3 Anzahl Felder Y-Achse 2 Ausgabetext Glückwunsch! Sie haben das Bilderrätsel gelöst

Anleitung: Um die Reihenfolge der Bilder zu ändern, verschieben Sie diese mit gedrückter linken Maustaste an die gewünschte Position (mit einem Tablet-PC verschieben Sie die Bilder mit dem Finger). Wenn Sie die richtige Reihenfolge hinbekommen haben, erhalten Sie eine Meldung.

Vor allem zu Beginn einer Therapie bekommen viele Patienten die Substanz – unter anderem wegen des schnell eintretenden Effekts. Präparate für die Langzeitmedikation (die Sie in der nächsten Lektion kennenlernen werden) brauchen Wochen bis Monate, bis sie wirken. Kortison wirkt sofort.

Leider hat die Substanz genau denselben Haken wie die NSAR: die Nebenwirkungen. Die sollte kein Rheumatiker auf die leichte Schulter nehmen. Fettanreicherung im Gesicht und am Körper, daraus resultierend Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Sehstörungen, Knochenschwund und Depressionen gehören zu den unerwünschten Effekten. In Kombination mit NSAR erhöht sich zudem das Risiko für Blutungen im Magen und im Darm deutlich.

Was sich beim ersten Durchlesen sehr unangenehm anhört, relativiert sich bei genauerer Betrachtung. Zum einem treten diese Nebenwirkung vor allem bei langer Einnahme von Kortison in höheren Dosen auf. Zum anderem verschwinden sie meist vollständig, sobald ein Patient das Medikament absetzt (meist sogar schon bei reduzierter Dosierung). Bei der Festlegung einer Therapie von Kortison bei Rheuma ist das Ziel dementsprechend, die Dosierung möglichst niedrig zu halten und den Therapiezeitraum so kurz wie möglich zu halten. Bei den einen klappt das besser, bei anderen weniger optimal. In vielen Fällen gelingt es Ärzten nicht, das Fortschreiten der Erkrankung ganz ohne Kortison zu verhindern. Aber meist können Rheumatiker die Dosis im Laufe der Zeit deutlich absenken. Um einen akuten Schub zu bekämpfen, hilft es mitunter auch, Kortison direkt in das betroffene Gelenk zu spritzen. Ein derart "lokal appliziertes" Kortison - wie Mediziner das nennen - vertragen Patienten üblicherweise deutlich besser als in Form von Tabletten.

Wie auch immer der Behandlungsplan bei Ihnen aussieht: Wichtig ist, dass Sie sich penibel an die Vorgaben von Ihrem Arzt halten. Sowohl die Dosierung als auch den Zeitpunkt der Einnahme dürfen Sie niemals eigenhändig ändern. Meist sollten Kortisonpräparate früh am Morgen dem Körper zugeführt werden. All diese Details dienen vor allem einem Zweck: Die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten.

Das gelingt mit modernen Präparaten mittlerweile recht gut. Vor allem, wenn die Langzeitmedikation beginnt zu wirken, sollte eine Herunterfahren der Kortisondosis möglich sein. Langzeitmedikation, diesen Begriff haben Sie schon öfters gelesen. In der folgenden Lektion erfahren Sie nun, was damit gemeint ist.

34.5

Ihr Fortschritt im Kurs rheumatoide Arthritis

aktualisiert am 25.03.2015, erstellt am 05.02.2014
Bildnachweis: W&B / Röper

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen