Die ersten Rheuma-Anzeichen richtig erkennen

Sie wissen nun schon: Je früher Rheuma entdeckt wird, desto größer ist die Chance, die Krankheit zu stoppen - oder zumindest den Fortschritt des Leidens deutlich zu verlangsamen. Das folgende kurze Video zeigt Ihnen, was mit einem Rheumagelenk passiert, wenn es nicht behandelt wird. Mediziner teilen den Verlauf von rheumatoider Arthritis in vier Phasen auf:

 

Diese langsame, aber stetige Zerstörung der Gelenke gilt es zu verhindern. Voraussetzung dafür ist, rheumatoide Arthritis möglichst frühzeitig zu erkennen, um dann umgehend mit einer geeigneten Therapie zu beginnen.

Rheuma bemerkt am besten, wer die Krankheit bereits anhand der ersten Anzeichen ausmacht. Hier erfahren Sie, welche Anzeichen – Ärzte sprechen von Symptomen – das sind.

Eines gleich vorweg: Entgegen der häufigen Meinung ist Rheuma keine "Alte-Leute-Krankheit". Es kann jeden treffen, selbst Kinder. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer.

Zu den klassischen Anzeichen für Rheuma gehören:

  • Gelenkbeschwerden

    Die rheumatoide Arthritis kann schleichend beginnen oder plötzlich auftreten. Immer äußert sie sich aber durch eine Gelenkentzündung. Dadurch kommt es zum Anschwellen der Gelenke, die sich weich und prallelastisch anfühlen, schmerzen und machmal warm werden oder/und sich röten.

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  • Oft betroffene Gelenke

    Meist befällt die rheumatische Entzündung als erstes die Finger- und Handgelenke sowie die Zehen- und Fußgelenke. Sind die Hände betroffen, entzünden sich die Beuge- und Strecksehnen der Finger häufig mit. Die Endgelenke der Finger hingegen bleiben in der Regel ausgespart. Typisch ist, dass die Beschwerden auf beiden Körperseiten, also links und rechts, gleichzeitig auftreten. Die Hand zur Faust zu ballen ist nicht mehr möglich. Drückt man seitlich auf die Gelenke, schmerzt das stark. Nicht selten startet das Leiden aber auch an größeren Gelenken wie Knie, Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Sprunggelenk oder Halswirbelsäule. Dann sind häufig auch die Schleimbeutel betroffen. Versuchen Betroffene die Gelenke maximal zu beugen oder zu strecken, verstärken sich die Schmerzen.

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  • Morgensteifigkeit

    Rheumapatienten verspüren vor allem morgens steife und schmerzende Gelenke. Die Beschwerden halten mindestens 30 Minuten an, können aber auch mehrere Stunden andauern und sich erst im Tagesverlauf oder nach längerer Bewegung bessern.

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  • Verminderte Kraft

    Sind die Finger- und Handgelenke von der Entzündung befallen, lässt die Greifkraft zunehmend nach. Betroffene haben immer mehr Schwierigkeiten bei Alltagstätigkeiten, wie etwa dem Aufschrauben von Marmeladengläsern.

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  • Mund- und Augentrockenheit

    Da die rheumatische Entzündung fast alle Organe betreffen kann, sollten Sie auch Symptome ernstnehmen, die nicht typisch für Rheuma sind. Bei etwa einem Drittel der Patienten befällt die Entzündung auch die Tränen- und Speicheldrüsen (Sicca-Syndrom). Anzeichen dafür sind Mundtrockenheit und ein Mangel an Tränenflüssigkeit.

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  • Uneinheitliche Beschwerden

    Rheumaschmerzen fühlen sich nicht immer gleich an. Manchmal zeigen sich die klassischen Entzündungszeichen wie Schwellung, Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Wärme und Rötung innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten an fast allen Gelenken. In anderen Fällen treten sie nur kurzfristig auf und verschwinden dann wieder.

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  • Schmerzen bei Ruhe

    Oft sind die Schmerzen in den Gelenken in der zweiten Nachthälfte und am frühen Morgen am stärksten ausgeprägt. Zudem treten sie oft vor allem in Ruhe auf. Auch nächtlicher Rückenschmerz, der Sie nicht schlafen lässt, kann ein erstes Anzeichen für Rheuma sein.

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  • Allgemeine Krankheitssymptome

    Rheuma äußert sich mitunter auch durch grippeähnliche Krankheitssymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber sowie Nachtschweiß und eine Gewichtsabnahme können dazu kommen.

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Sie sehen: Die Symptome können vielfältig sein. Idealerweise sollten Sie sich auch noch merken, wann und unter welchen Umständen diese aufgetreten sind. Das im Kopf zu behalten dürfte nicht jeden gelingen. Ein Tagebuch führen hilft. Mehr dazu in der nächsten Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Rheuma
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aktualisiert am 07.01.2014, erstellt am 05.02.2014
Bildnachweis: W&B / Röper

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