Gibt es eine Rheuma-Diät?

Gesunde Ernährung

Essen mit Rheuma: Am besten ausgewogen, kalorienarm und fleischarm

Mit der richtigen Ernährung lässt sich rheumatoide Arthritis durchaus beeinflussen. Studien haben die positiven Auswirkungen einer auf die Krankheit abgestimmten Ernährung gezeigt - das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet: Die eine perfekte Ernährungsweise gibt es nicht.

"Rheuma ist ein Überbegriff für sehr unterschiedliche Krankheitsbilder", sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Selbst innerhalb entzündlicher Varianten wie rheumatoider Arthritis gebe es daher keinen Königsweg. Weil entzündliche Rheumavarianten allerdings die einzigen sind, die sich über die Ernährung wirklich nennenswert beeinflussen lassen, lohnt es sich, die eigenen Essgewohnheiten genau unter die Lupe zu nehmen. Womit wir unseren Kühlschrank füllen, was in Topf, Pfanne und schließlich auf dem Tisch landet, hat unmittelbare Auswirkungen auf den Gesundheitszustand.

TWHOOKObwohl es keine spezielle Rheumadiät gibt, lassen sich einige Grundregeln ausmachen, die wissenschaftlich belegt sind und sich in der Praxis bewährt haben. Die richtige Ernährung kann zwar keine medizinische Behandlung oder Arzneien ersetzen, hat aber durchaus Potenzial, den Gesundheitszustand zu verbessern und die Dosis der benötigten Medikamente herabzusetzen.

Dabei gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die sie ganz einfach selbst umsetzten können. Folgende Tipps sollten Sie beherzigen - den jeweiligen ernährungswissenschaftlichen Hintergrund dieser Empfehlungen erfahren Sie noch in den folgenden Lektionen.

  • Streichen Sie fettreiche tierische Lebensmittel wie Leberwurst, Schweineschmalz oder Wurst vollständig von Ihrem Speiseplan.

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  • Ähnliches gilt für fetthaltige Milchprodukte wie Butter, Sahne, Rahmjoghurt oder bestimmte Käsesorten. Auch Eier sollten sie nach Möglichkeit meiden. Bevorzugen Sie fettreduzierte Milch und Käse, Joghurt und Quark.

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  • Verzehren Sie maximal zwei Portionen mageres Fleisch pro Woche. Hähnchen- und Putenfleisch sind dabei Schwein, Rind und Lamm vorzuziehen.

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  • Bauen Sie zweimal wöchentlich Fisch in Ihren Speiseplan ein. Empfehlenswert sind fette Arten wie Lachs, Hering oder Makrele.

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  • Halten Sie sich beim Konsum von Alkohol zurück.

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  • Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Generell ist eine pflanzenbasierte Kost oder gar eine vegetarische Kost zu empfehlen.

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  • Verwenden Sie zum Kochen, Braten und für Salate pflanzliche Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E sind. Empfehlenswert sind zum Beispiel Raps-, Lein-, Walnuss- oder Sojaöl. Nutzen Sie entsprechende Streichfette als Ersatz für Butter.

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  • Streuen Sie Nüsse in Ihren Salat oder Ihrem Müsli oder essen Sie diese pur. Nüsse sind hervorragende Lieferanten für ungesättigte Fettsäuren und Vitamine. Aber beachten Sie auch, dass Nüsse sehr viel Energie enthalten, also Kalorien. Genießen Sie mit Augenmaß.

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Wenn Sie diese Ernährungsempfehlungen konsequent umsetzten, haben Sie bereits einen wichtigen Schritt zur Verbesserung Ihrer Situation getan. Achten Sie abgesehen davon aber auch auf Ihr Gewicht. Überflüssige Kilos setzen Ihren ohnehin durch die Krankheit belasteten Gelenken zu und erschweren überdies die wichtige Bewegungstherapie.

Was können Sie von einer Ernährungsumstellung erwarten? Studien belegen, dass klinische Beschwerden wie Schwellungen, Überwärmungen, Steifheit und Schmerzen in den Gelenken dadurch gelindert werden können und sich im günstigsten Fall die Langzeitprognose verbessert. Haben Sie aber etwas Geduld. Lebensmittel sind keine Medikamente und wirken nicht von heute auf morgen. "Es dauert etwa drei Monate, bis die Wirkung eintritt", bestätigt Gahl.

In der nächsten Lektion erfahren Sie etwas genauer, warum Sie bestimmte Lebensmittel im Idealfall ganz vermeiden sollten.

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Ihr Fortschritt im Kurs rheumatoide Arthritis
Text Gesunde Ernährung kann den Gesundheits- zustand verbessern und die Dosis der benötigten Medikamente herabsetzen
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aktualisiert am 20.01.2014, erstellt am 05.02.2014
Bildnachweis: Strandperle/Pixtal, W&B / Röper

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