Können Nahrungsmittel Rheuma verstärken?

Nahrungsmittel

Es gibt eine Reihe mit Lebensmitteln, die bei Rheumatikern häufig Beschwerden auslösen

Bestimmte Nahrungsmittel stehen im Verdacht, Entzündungsschübe bei rheumatoide Arthritis auszulösen. Allerdings lässt sich nicht eindeutig sagen, welche dies sind. Während Fleisch aufgrund des hohen Arachidonsäuregehalts sich bei nahezu allen Rheumatikern negativ auswirkt, variiert die Wirkung anderer Lebensmittel stärker und muss individuell geklärt werden. Auf jeden Fall sollten Sie wissen, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei autoimmunkranken Menschen häufiger vorkommen als beim Rest der Bevölkerung und zuweilen direkt am Krankheitsgeschehen beteiligt sind. Eine seriöse Ernährungsberatung kann dabei helfen, diesen Unverträglichkeiten - Lebensmittelsensitivitäten genannt - auf die Spur zu kommen.

Sie wissen ja bereits: Bei rheumatoider Arthritis greift die Körperabwehr eigenes Körpergewebe an - ein Vorgang, der Schubweise erfolgt. Solch ein Schub kann auch durch einen Lebensmittelstoff ausgelöst werden. Die überschießende Immunantwort auf unverträgliche Nahrung tut ihr Übriges. Das gilt es zu vermeiden. Gelingt es, die Übeltäter in der Nahrung herauszufinden, ist also viel gewonnen. Nach Möglichkeit sollten Sie alle Lebensmittel identifizieren, die einen Krankheitsschub auslösen können, um sie dann vom Speiseplan zu verbannen.

TWHOOKLeider ist es nicht ganz einfach, solche Lebensmittelsensitivitäten auszumachen. "Basierend auf den Erfahrungswerten von Betroffenen gibt es aber eine Reihe mit Lebensmitteln, die häufig Beschwerden auslösen", sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Dazu gehören Fleisch, das bei rund 90 Prozent der Betroffenen Beschwerden verursacht, aber auch Mais, Weizen, Milch, Hafer, Eier, Roggen, Kaffee, Malz, Käse, Grapefruit, Tomaten, Erdnüsse, Rohrzucker, Butter, Zitrone und Soja.

Falls Sie zu den Personen gehören, die auf bestimmte Lebensmittel reagieren, ist es sehr wichtig, dieser Unverträglichkeit auf die Spur zu kommen. Achten Sie daher genau darauf, wie ihr Körper mit verschiedenen Inhaltsstoffen klarkommt. Das Führen eines Ernährungstagebuchs kann Ihnen dabei helfen, den Überblick zu. Verzichten Sie bei einem Verdacht über einen längeren Zeitraum auf das entsprechende Nahrungsmittel und beobachten Sie die Wirkung.

Auch wenn Sie natürlich selbst herausfinden können, was Ihnen gut tut und was nicht, ist eine Ernährungsberatung empfehlenswert. Allein schon, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Diese treten bei Rheumapatienten gehäuft aus - rund 40 Prozent sind betroffen. Das liegt zum einen am Verzicht auf verschiedene Lebensmittel, zum anderen aber auch an einem im Vergleich zu gesunden Menschen erhöhten Bedarf an Nahrungsenergie und Vitaminen. Die Entzündungsvorgänge im Körper belasten diesen stark und ändern den Nährstoffbedarf der Betroffenen.

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Ihr Fortschritt im Kurs rheumatoide Arthritis
Text Fleisch verursacht bei rund 90 Prozent der Rheumatiker Beschwerden
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aktualisiert am 25.03.2015, erstellt am 05.02.2014
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