Radikalfänger und rheumatoide Arthritis

Sie haben ja erfahren, das bestimmte pflanzliche Öle günstig für Patienten mit rheumatoider Arthritis, weil sie Alpha-Linolensäure enthalten. Solche Öle haben aber noch einen weiteren Vorteil: Sie sind reich an Vitamin E. Dieses fettlösliche Vitamin dient im Körper als Fänger von freien Radikalen, trägt den Beinamen "Zellschutzvitamin". Und das ist gut, denn freie Radikale sind böse.

Freie Radikale sind kurzlebige Sauerstoffverbindungen. Was das genau ist, soll hier nicht das Thema sein. Für Sie reicht es zu wissen: Freie Radikale stören wichtige Stoffwechselprozesse, weil sie mehr oder weniger wahllos Bestandteile von Zellen, beschädigen. Das schwächt den Körper.

Die folgende Grafik erläutert das Wirken von freien Radikalen im Körper. Gehen Sie mit dem Mauszeiger über die Zahlen, um Details zu erfahren (oder berühren Sie die Zahlen mit dem Finger auf einem Tablet-PC):

Freie Radikale Wasserbildung Radikale DNA Enzyme Membran

Experten gehen davon aus, dass Radikalfänger (wie zum Beispiel das Vitamin E) bei rheumatoider Arthritis in gewisser Weise eine schützende Wirkung entfalten können, da an der Gelenkschädigung durch Rheuma Sauerstoffradikale beteiligt sind.

Radikalfänger (auch "Antioxidantien" genannt) sind in der Lage, die freien Radikale zu neutralisieren. Das macht sie zu einem wichtigen Element im Kampf gegen Entzündungen und verschafft ihnen eine Sonderrolle bei der Ernährung von Menschen mit rheumatoider Arthritis. Wichtige Radikalfänger sind neben dem Vitamin E auch noch Vitamin C, Beta-Carotin und Selen. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden, weil der Körper sie nicht selbst bilden kann. Gute Lieferanten für Vitamin E sind neben Pflanzenölen vor allem Nüsse, insbesondere Mandeln und Haselnüsse. Auch Gemüse und Obst stecken voller wertvoller Vitamine. Johannisbeeren und rote Paprika haben beispielsweise einen hohen Vitamin-E-Gehalt. Auch Süßkartoffeln, Lachs und Forelle sollten auf dem Speiseplan stehen.

TWHOOKWer reichlich Obst und Gemüse verzehrt, tut seinem Körper folglich etwas Gutes. Allerdings ist der Bedarf an Antioxidantien bei Patienten mit rheumatoider Arthritis durch die Entzündungsprozesse erhöht, weshalb es in vielen Fällen trotz ausgewogener Ernährung zu einem Mangel kommen kann. In bestimmten Fällen ist es sinnvoll, diesen Mangel durch Nahrungsergänzungsmittel zu kompensieren. Sowohl die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung raten allerdings Patienten davon ab, auf Verdacht Nahrungsergänzungsmittel in Eigenregie zu konsumieren. Eine solche Maßnahme sollten Sie stets mit einem Arzt abklären und auch nur unter ärztlicher Kontrolle durchführen.

Nun haben Sie das Wichtigste zum Thema Ernährung bei rheumatoider Arthritis erfahren. Aber haben Sie es sich auch gemerkt? Welche Lebensmittel waren gut, welche eher ungünstig? In der nächsten Lektion können Sie Ihr Wissen in einem kleinem Quiz überprüfen.

55.2

Ihr Fortschritt im Kurs rheumatoide Arthritis
Text Nahrungsergän- zungsmittel sollten Rheumatiker nicht ohne ärztlichen Rat konsumieren
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
Fehlerindex (empfohlen: 0.02) 0.02
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aktualisiert am 25.03.2015, erstellt am 05.02.2014
Bildnachweis: W&B / Reiner Schmitz, W&B / Röper

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