Warum Bewegung bei Rheuma so wichtig ist

Frau Therapie

In der Physiotherapie können Rheumatiker gezielte Bewegungsübungen lernen

Zugegeben, mit der Bewegung ist es so eine Sache. Sicher wird es Tage geben, an denen Ihre Gelenke so schmerzhaft oder geschwollen sind, dass Sie gar nicht erst an körperliche Aktivitäten denken wollen. Dann sollte Sie das auch tunlichst sein lassen. Viele Rheuma-Patienten vermeiden aber Bewegung grundsätzlich, aus Angst davor, ihren Gelenken zu schaden oder ihre Beschwerden zu verschlechtern.

Machen Sie diesen Fehler nicht! Bewegung ist essentiell, um fit zu bleiben, rheumabedingter Erschöpfung entgegenzuwirken und Ihre Gelenke beweglich zu halten. Auf die Krankheit abgestimmte körperliche Aktivität ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Therapie - deshalb sollten Sie sich den Nutzen von Bewegung immer wieder verdeutlichen.

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Studien zeigen aber auch, dass eine Mehrzahl der Rheumapatienten sich viel zu wenig bewegt. Und das, obwohl man in diesem Fall mit verkümmerten Muskeln, verkürzten Sehnen und versteiften Gelenken rechnen muss. Die Gelenke rosten buchstäblich ein, versteifen sich und verlieren ihre Funktion.

In den folgenden Lektionen stellen wir Ihnen die wichtigsten Bewegungstherapien vor. Sie werden schnell feststellen, dass das Zauberwort dabei "Bedacht" lautet. Denn es gilt, Sportarten und Übungen zu meiden, welche die Gelenke stark belasten und ihren Verschleiß beschleunigen - wie es zum Beispiel bei Joggen, Squash, Fuß- und Handball oder Skifahren der Fall ist. Bei diesem Aktivitäten kommen häufig Stoß-, Schlag- und Drehbewegungen vor, die das Gelenk übermäßig belasten. Praktizieren Sie lieber schonende Sportarten und Bewegungen wie Schwimmen, Radfahren, Walking, Wassergymnastik oder Pilates. Diese lassen sich gut auf die Intensität und den Verlauf der Krankheit variieren. Am besten sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten, welche Sportarten und Bewegungstherapien für Sie infrage kommen.

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Warum ist Bewegung überhaupt so wichtig? Das hat mehrere Gründe: Zum einen lassen sich durch gezieltes Training Muskeln stärken, die zur Stabilisierung der Gelenke beitragen. Das ist wichtig, weil entzündliche rheumatische Prozesse die Knochen und den Halteapparat aus Sehnen, Bändern und Kapseln schädigen können. Die betroffenen Gelenke verlieren dadurch an Festigkeit und Belastbarkeit - was bis zu einem gewissen Grad durch kräftige Muskeln kompensiert werden kann.

Zum anderen ist Bewegung wichtig, um den Stoffwechsel im Gelenk anzuregen und dort den Abtransport entzündlicher Stoffe zu fördern. Außerdem wird der Knorpel, der die Gelenkflächen bedeckt, durch die Gelenkflüssigkeit ernährt. Diese dringt durch Bewegung in den Knorpel. Wenn man sich nun schmerzbedingt wenig bewegt oder Gelenke gar ruhigstellt, kann es zu einer Mangelernährung des durch die Entzündung ohnehin belasteten Knorpels kommen - was die Mobilität weiter gefährdet.

Also: Um die Mobilität der Gelenke zu erhalten, ist Bewegung essentiell. Wichtig ist, dass Ihnen körperliche Aktivität Spaß macht. Wer motiviert und mit Freude bei der Sache ist, wir eher dauerhaft und regelmäßig dabei bleiben. Berücksichtigen Sie deshalb bei der Wahl Ihres Bewegungspensums Ihre Vorlieben und Interessen. Das wird Ihnen dabei helfen, das Training zu einem festen Bestandteil des Alltags zu machen. Wer sich alleine schlecht motivieren kann, sollte sich einer Sportgruppe anschließen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit durchzuhalten ungemein und macht auch viel mehr Spaß.

Ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Bewegungsprogramms wird die Physiotherapie sein, umgangssprachlich auch Krankengymnastik genannt. Bei der Physiotherapie werden gezielte Bewegungsübungen durchgeführt, die genau auf Ihre Beschwerden abgestimmt sind. Mehr dazu erfahren Sie in der nächsten Lektion.

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Ihr Fortschritt im Kurs rheumatoide Arthritis

aktualisiert am 17.04.2015, erstellt am 05.02.2014
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