Was bringt eine Gewebeentfernung bei Rheuma?

Arthroskopie

Blick in den OP: Eine Gelenkspiegelung am Knie

Die Gelenkbinnenhaut - Membrana Synovialis genannt - gilt als Keimzelle der rheumatischen Gelenkentzündung. Hier sammeln sich Entzündungsstoffe und Zellen der Körperabwehr, was die Synovialis schmerzhaft anschwellen lässt. Gelingt es über Monate nicht, diesen Prozess mit Medikamenten einzudämmen, ist es mitunter hilfreich, die innere Gelenkhaut zu entfernen. Der Eingriff heißt Synovektomie und erfolgt in einer offenen Operation oder mit dem Endoskop.

Die Entfernung des geschwollenen Gewebes verhindert, dass Bänder und Kapseln überdehnen und die verbundenen Knochen in eine Fehlstellung geraten. Solche Deformitäten sind nicht nur schmerzhaft, sondern im fortgeschrittenen Stadium von Rheuma auch unästhetisch. Zudem behindern sie die Funktion des betroffenen Bewegungsapparates. Durch rheumatypische Verformung der Hände beispielsweise kann der Betroffene nicht mehr fest zugreifen.

TWHOOKSolchen Veränderungen soll eine rechtzeitige Synovektomie vorbeugen. Der rein prophylaktische Eingriff ist durch moderne Rheumamedikamente aber selten geworden. Meist führen Rheumaorthopäden die Synovektomie begleitend bei anderen Gelenkoperationen durch.

Gelegentlich erhalten Patienten einige Wochen nach einer Synovektomie eine sogenannte Synoviorthese. Dabei spritzt der Arzt spezielle Substanzen (Zytostatika oder radioaktive Stoffe) in das Gelenk, um letzte Reste der entzündeten Gelenkbinnenhaut zu veröden.

Greift die Entzündung auf die Sehnenscheiden von Hand und Fuß über, sollte das entzündete Gewebe entfernt werden, um ein Reißen der Sehnen zu verhindern. Auch Ablagerungen in der Unterhaut - sogenannte Rheumaknoten - schneidet der Operateur heraus.

Besteht ein sogenanntes Karpaltunnelsyndrom, bei dem es zu Schmerzen und neurologischen Ausfällen in der Hand kommt, spaltet der Chirurg ein Band über dem Handgelenk. Unter besonderen Umständen ist es sogar sinnvoll, einzelne Knochenstücke herauszunehmen, um krankheitsbedingte Fehlstellungen zu korrigieren.

Ab einem bestimmten Schadensausmaß reicht eine Gewebeentfernung nicht mehr aus, um Beschwerden zu lindern. Mitunter werden Ärzte eine Gelenkversteifung vorschlagen. Erfahren Sie in der nächsten Lektion mehr dazu.

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Text Eine Gewebeentfernung führen Ärzte meist begleitend bei anderen Gelenkoperationen durch
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aktualisiert am 25.03.2015, erstellt am 05.02.2014
Bildnachweis: W&B/Aleksander Perkovic, W&B / Röper

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