Abnutzung und Verschleiß als Ursache von Rückenschmerzen

Knorpel

Bandscheibenvorfall: Eine typische Verschleißerscheinung, die Rückenschmerzen verursachen kann

Wenig Bewegung, viel Sitzen, Übergewicht: Wenn man sich bewusst macht, wie wenig die meisten Menschen auf ihren Rücken achten, dann verwundert es nicht, dass irgendwann die Quittung kommt. Nach jahrzehntelanger Fehlbelastung drohen Beschwerden, die sich nicht mehr einfach wegtrainieren oder massieren lassen.

Wenn sich die Ursache dieser Schmerzen klar auf einen Organbefund eingrenzen lässt, spricht man von spezifischen oder organischen Rückenschmerzen. Dazu gehören auch Verschleißerscheinungen, die mit dem Alter zunehmen und durch die geschilderten Fehlbelastungen oder genetische Vorbelastungen begünstigt werden. Auch bei diesen Schmerzen hilft gezieltes Muskeltraining.

Welche Verschleißerscheinungen kommen häufig vor? Ganz oben auf der Liste stehen zum Beispiel Arthrose der Wirbelgelenke inklusive des sogenannten Facettensyndroms, Wirbelgleiten, Bandscheibenvorwölbungen, Reizungen der Nervenwurzeln durch degenerative Bandscheibenveränderungen und Bandscheibenvorfälle.

Sie merken es schon: Die Bandscheiben sind besonders empfindlich. Unglücklicherweise müssen sie aber einen guten Teils des Körpergewichts abpuffern. Je nach Körperstellung lastet mehr oder weniger Druck auf den Bandscheiben. Lösen Sie das folgende kleine Puzzlespiel um zu erfahren, wieviel Druck genau die Bandscheiben je nach Position aushalten müssen. Die Zeichnungen sollen Sie dabei in der oberen Reihe in die richtige Reihenfolge bringen, die Druckangaben (in der Messeinheit Bar) in die untere Reihe - aufsteigend von links nach rechts.

Bild-URL /cmsmultimedia/234/75/132/112564264977.jpg Bildgröße X 600 Bildgröße Y 255 Anzahl Felder X-Achse 4 Anzahl Felder Y-Achse 2 Ausgabetext Glückwunsch! Sie haben das Bilderrätsel gelöst

Anleitung: Um die Reihenfolge der Bilder zu ändern, verschieben Sie diese mit gedrückter linken Maustaste an die gewünschte Position (mit einem Tablet-PC verschieben Sie die Bilder mit dem Finger). Wenn Sie die richtige Reihenfolge hinbekommen haben, erhalten Sie eine Meldung.

Die Bandscheiben werden mit den Jahren immer empfindlicher. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ihr Wassergehalt im Laufe des Lebens sinkt. Deshalb werden sie dünner, reißen mitunter ein, puffern nicht mehr so stark und verlieren an Elastizität und Spannkraft. Weil durch den Volumenverlust auch der Abstand zwischen den einzelnen Rückenwirbeln schrumpft, lockern sich die haltenden Bänder. Der Körper steuert dem dadurch wachsendem Druck auf Knochen und Gelenke entgegen, indem er um die Wirbelkörper herum oder an den Gelenkrändern neue Knochenmasse bildet. Das Problem: Diese harten Knochenzacken, Spondylophyten genannt, können die Nerven im Rücken reizen oder die Löcher an den Wirbeln verengen. Dort treten die Nerven aus dem Rückenmark durch, sie können auch hier schon gereizt werden - und schon entstehen wieder Schmerzen.

Das Paradebeispiel für Verschleißerscheinungen ist der gefürchtete Bandscheibenvorfall. Was dabei passiert? Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbeln und funktionieren wie eine Art Stoßdämpfer für den Rücken. Sie bestehen aus einem weichen Gallertkern, der von einem festen Ring aus faserigem Knorpel gehalten wird. Durch jahrelange Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule können einzelne Fasern einreißen und der weiche Kern kann sich vorwölben. Reißt die Hülle, tritt der Kern mitunter mehr oder weniger aus dem Knorpelring aus. Das verlagerte Gewebe drückt dann womöglich auf die hier verlaufenden Nerven oder das Rückenmark. Heftige, oft bis ins Bein ausstrahlende Schmerzen, Taubheitsgefühle oder sogar Lähmungen sind die Folgen. Ist es soweit gekommen, hilft meist nur noch eine Operation.

Ansonsten gilt auch in Sachen Verschleißerscheinungen: Starke und trainierte Muskeln stabilisieren die Wirbelsäule und können Abnutzungen bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Wer sich viel bewegt und rückenfreundlich verhält, kann oft auch mit einer alternden, im Prinzip aber unversehrten Wirbelsäule weitgehend schmerzfrei leben.

Funktionsstörungen und Abnutzung sind Ursachen, die man eindeutig einem Körperteil zuordnen kann. Bei der nun folgende Ursache für Rückenschmerzen ist das nicht möglich. Es geht um die Psyche. Lesen Sie in der folgenden Lektion, wie eine überstrapazierte Psyche ihr Leiden in Form von Schmerzen ausdrücken kann.

Ihr Fortschritt im Kurs Rückenschmerzen
22%
Text Starke und trainierte Muskeln stabilisieren die Wirbelsäule und können Abnutzungen bis zu einem gewissen Grad kompensieren
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
Fehlerindex (empfohlen: 0.02) 0.02
Image URL /cmsmultimedia/137/298/295/100896595985.jpg
Time Delay 1000
Variante (delay/ishow) ishow

aktualisiert am 06.07.2015, erstellt am 27.10.2013
Bildnachweis: W&B, W&B / Röper, Mauritius/Science Photos Library

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen