Mit Bewegung das Tal der Schmerzen verlassen

"Wer rastet, der rostet" - der Spruch ist bekannt. Auf unseren Rücken trifft er ganz besonders zu. Denn zu viel Rasten, also Bewegungsmangel, ist Gift für unser Rückgrat. Zwar rostet die Wirbelsäule nicht, aber ohne regelmäßige Bewegung fängt bei vielen Menschen der Rücken irgendwann an zu schmerzen. Warum das so ist, werden Sie noch erfahren, hier in der Gesundheitsakademie.

Zunächst sollen Sie lernen, was gegen die Pein im Kreuz hilft. Es ist - na klar - Bewegung.

Es ist tatsächlich so einfach. Wer sich regelmäßig bewegt, die Muskeln richtig trainiert, die Wirbelsäule in Gang hält, wird meist kein großes Leid mit Rückenschmerzen haben.

Von Muskeln wird hier in der Gesundheitsakademie noch öfters die Rede sein. Deswegen sollen Sie jetzt einmal den Aufbau eines Muskels spielerisch kurz kennenlernen. Bringen Sie dafür einfach die Bilder im folgenden Puzzlespiel in die richtige Reihenfolge.

Bild-URL /cmsmultimedia/21/38/254/112564133905.jpg Bildgröße X 600 Bildgröße Y 223 Anzahl Felder X-Achse 4 Anzahl Felder Y-Achse 1 Ausgabetext Glückwunsch! Sie haben das Bilderrätsel gelöst

Anleitung: Um die Reihenfolge der Bilder zu ändern, verschieben Sie diese mit gedrückter linken Maustaste an die gewünschte Position (mit einem Tablet-PC verschieben Sie die Bilder mit dem Finger). Wenn Sie die richtige Reihenfolge hinbekommen haben, erhalten Sie eine Meldung.

Wer bereits unter Schmerzen leidet, hat das gerade Gesagte mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit sträflich vernachlässigt - und zahlt jetzt für das Versäumnis. Sicher, in seltenen Fällen sind Verletzungen und Krankheiten die Ursache. Auch das Alter spielt natürlich eine Rolle. Aber häufig lautet die Erklärung für Rückenschmerzen schlicht und ergreifend: zu viel gerastet.

Unter Bewegungsmangel leiden zum einem die Muskeln. Durch vieles und langes Sitzen bilden sich die Muskeln im Rücken und Bauch zurück. Damit können sie die Wirbelsäule nicht mehr ausreichend stützen. Die Folgen sind Verspannungen, Schmerzen, Fehlstellungen und Verschleiß.

Neben den Muskeln schadet Bewegungsmangel auch den Bandscheiben, die als eine Art Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln sitzen. Wenn wir sie nicht regelmäßig durch Aktivität be- und entlasten, kommt ihre Versorgung mit Nährstoffen ins Stocken. Die genauen Hintergründe dazu lernen Sie in einer späteren Lektion. Fürs Erste reicht es zu wissen: Bandscheiben (und nicht nur die) wollen bewegt werden.

Schonung ist out

Diesen dringenden Rat zu mehr körperlicher Aktivität erteilten Mediziner nicht immer. Früher wurde Rückenschmerzpatienten Ruhe verordnet. Doch die Anweisung, sich auf das Sofa oder ins Bett zu legen, ist überholt. Denn Ärzte wissen mittlerweile, dass Passivität und Rückzug Heilungsprozesse eines lädierten Rücken verzögern.

Um Ihren Rücken schmerzfrei zu bekommen müssen Sie nicht Leistungssportler werden. Die meisten rückenfreundlichen Sportarten sind für jedermann geeignet – etwa Walking, leichtes Jogging, Nordic Walken und Radfahren. Auch sanfte Sportarten wie Tai-Chi, Qigong, Pilates oder Yoga haben sich bewährt. Haben Sie schon größere Rückenprobleme, dürfte Krankengymnastik eine Hilfe sein. Gezielte Bewegungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten lindern die Pein fast immer.

Bewegung stärkt auch die Psyche

Jeder Schmerz beeinflusst unsere Psyche. Schlechte Laune macht sich breit, wir verhalten uns anders. Immer spielt es auch eine Rolle, wie der Betroffene mit seinen Schmerzen umgeht, wie er sie verarbeitet. Da Körper und Psyche untrennbar miteinander verbunden sind, können umgekehrt auch psychische Belastungen und Stress erst die Schmerzen auslösen. Sie haben sicherlich schon einmal erlebt, wie Sie unbewusst die Schultern hochziehen und sich verkrampfen, wenn Sie unter starker Anspannung stehen. Das liegt daran, dass der Körper unter Stress die Muskelgrundspannung erhöht. Besteht die psychische Anspannung auf Dauer, ist auch der Muskeltonus auf Dauer heraufgesetzt. Die Muskeln verkrampfen und verhärten, Sehnen und Bänder verkürzen sich. Das verändert die Statik der Wirbelsäule, es kommt zu Fehlstellungen und Rückenschmerzen.

Ein Ausweg auch hier: körperliche Aktivität. Bewegung baut Stress ab. Besonders bei Ausdauersport ist das der Fall. Da Ausdauersport bei Rückenproblemen (außer bei akuten Schmerzen) sowieso empfohlen wird, können Sie Rückenschmerzen gleich doppelt ein Schnippchen schlagen, indem Sie sich regelmäßig bewegen. Wer seinem Stress davonläuft, walkt, radelt ... dem dankt der Rücken gleich doppelt.

Sie wollen sofort loslegen? Prima, eine gute Idee. Lassen Sie sich aber vorsichtshalber vor dem Start einmal vom Arzt durchchecken. So manche Aktivität ist bei bestimmten Rückenleiden nicht ratsam. Mehr dazu erfahren Sie noch später hier in der Gesundheitsakademie. Und Ihr Arzt kann Sie natürlich auch beraten.

Wichtig ist natürlich bei allem Bewegungsdrang, sich richtig zu bewegen. Nicht nur beim Sport, sondern auch im Alltag. Hier lauert die ein oder andere Falle, die Sie kennen sollten. In der nächsten Lektion erfahren Sie deswegen, wie Sie rückenfreundlich leben.

Ihr Fortschritt im Kurs Rückenschmerzen
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Text Ruhe und Schonung ist Gift für die Wirbelsäule. Muskeln und Bandscheiben im Rücken wollen bewegt werden
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Time Delay 1000
Variante (delay/ishow) ishow

aktualisiert am 06.07.2015, erstellt am 27.10.2013
Bildnachweis: W&B, W&B / Röper

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