Der Schlafzyklus: Leicht-, Tief- und REM-Phase


Typischer Verlauf der Schlafphasen bei einem gesunden Menschen. Sie können die Grafik mit gedrückter Maustaste (oder mit dem Finger auf einem Tablet) hin und her bewegen

In jeder Nacht durchlaufen wir vier bis sieben Schlafzyklen: Sie bestehen aus Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und der REM-Phase. REM steht für "Rapid Eye Movement" (englisch für schnelle Augenbewegung), diese Phase wird oft auch als Traumschlaf bezeichnet.

Das Muster eines gesunden Schlafs ist bei jedem Menschen individuell, in den Grundzügen aber ähnlich. Jeder Zyklus dauert im Durchschnitt 90 Minuten und beginnt dann wieder von vorne.

  • Am Anfang steht die Einschlafphase, der Schlaf ist sehr leicht. Wer in dieser Phase geweckt wird, meint unter Umständen noch gar nicht geschlafen zu haben.

 

  • Darauf folgt der Tiefschlaf – fatal, wenn er gestört wird oder fehlt (etwa weil wir zu kurz schlafen oder ständig wach werden). Dann fühlt man sich am nächsten morgen wie gerädert. Am wichtigsten ist die erste Tiefschlafphase nach dem Einschlafen. Sie fällt auch besonders lang aus – etwa eine Stunde. Im Lauf der Nacht werden die Tiefschlafphasen kürzer und der Schlaf wieder leichter.

 

  • In den Morgenstunden gibt es mehrere REM-Phasen. Dabei ist das Gehirn besonders aktiv, wir träumen intensiv. Der Körper liegt in dieser Phase allerdings wie gelähmt da – was uns daran hindert, unsere Träume auch körperlich auszuleben. Es bleibt beim Kino im Kopf. Auf die allererste REM-Einheit der Nacht folgt meist ein längerer Tiefschlaf.


Dieser Wechsel wiederholt sich mehrmals, bis die REM-Phasen länger werden und der Morgen anbricht. Auch der Schlafende bleibt während dieser Zyklen nicht ganz untätig – niemand liegt acht Stunden lang regungslos da und schläft. Nein, wir drehen uns im Schlaf mehrmals um die eigene Achse, werden wach, ohne es zu merken, setzen uns vielleicht sogar kurz auf, legen uns wieder hin und schlafen weiter. Erinnern wird sich niemand an diese kurzen, bedeutungslosen Unterbrechungen. Wenn Sie morgens erholt aufwachen, haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gut geschlafen.

Wie lange Sie dafür gebraucht haben, ist ein anderes Thema – mit dem wir uns in der nun folgenden Lektion beschäftigen: Wie lange muss der Mensch schlafen?

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aktualisiert am 27.01.2016, erstellt am 27.01.2016
Bildnachweis: W&B/Astrid Zacharias

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