Ohne Entspannung kein Schlaf

Ohne Entspannung kein Schlaf

Angespannt im Bett: Stress im Beruf oder im Privatleben verfolgen uns zuweilen bis unter die Bettdecke

Beantworten Sie doch mal folgende Frage: Welche dieser Aussagen stimmt?

  • Die ideale Nachtruhe beginnt um so etwa gegen 23 Uhr und endet um 7 Uhr morgens
  • Um morgens fit zu sein, sollte man abends früh ins Bett gehen
  • Um richtig ausgeschlafen zu sein, muss man vor allem durchschlafen

Und, wie haben Sie geantwortet? Die erste Aussage stimmt? Die zweite? Vielleicht sogar alle drei?

Es wird Sie vielleicht wundern, aber die richtige Antwort lautet: Alle drei Aussagen sind falsch!

Es gibt keine ideale Nachtruhe. Jeder Mensch hat einen eigenen Schlafrhythmus. Abends früh ins Bett zu gehen führt zwangsläufig zu Schlaflosigkeit, wenn man nicht müde ist. Und kein Mensch schläft durch, kurze Wachphasen sind normal.

Dennoch gibt es viele Menschen, die annehmen, man müsse zu einer gewissen Uhrzeit ins Bett gehen und dann sieben bis acht Stunden durchschlafen. Allein diese Annahme führt zu innerer Unruhe und Verkrampfung – an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

Ähnliches passiert leider allzu oft, wenn Menschen nachts aufwachen. "Drei Uhr nachts? Oh Gott, ich muss doch schlafen", geht ihnen durch den Kopf. Solch selbstauferlegter Zwang wirkt natürlich alles andere als entspannend. Die Nachtruhe ist dahin.

Wer schlafen will, muss sich also entspannen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Nicht jeder kann abends im Bett auf Kommando abschalten. Stress im Beruf oder im Privatleben verfolgen uns zuweilen bis unter die Bettdecke. Schlaflosigkeit, weil einen die Angst vor Arbeitslosigkeit plagt, weil die Kinder gerade eine schwierige Phase durchmachen: Das gehört zum Leben leider dazu. Und raubt einen den Schlaf.

Wie bereits gesagt: Ein, zwei schlaflose Nächte im Monat sind normal. Wenn wachsame Nächte allerdings zum Dauerzustand werden, sollten Sie handeln. Denn Schlafstörungen können der Gesundheit des Körpers nachhaltig Schaden zufügen – mal ganz abgesehen von der sinkenden Lebensqualität, die mit Schlafproblemen einhergeht.

Nehmen Sie aus dieser Lektion bitte zwei Merksätze mit, an die Sie sich bei Schlaglosigkeit fortan immer erinnern:

  • Wer unbedingt schlafen will, bleibt wach.
  • Den richtigen Schlaf gibt es nicht.

Übrigens: Lesen hilft vielen Menschen in den Schlaf. Das sagen wir sonst in der Gesundheitsakademie nie, aber hier gilt es: Falls Sie bei der Lektüre der nun folgenden Lektionen einschlummern sollten ... bestens. Ziel erreicht.

Los geht’s, mit der nächsten Lektion, in der Sie erfahren, warum Menschen eigentlich Schlaf brauchen.

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aktualisiert am 27.01.2016, erstellt am 27.01.2016
Bildnachweis: F1online

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