Warum träumen wir Menschen?

Frau im Traum

Bizarre Welten: Im Traum ist alles möglich

Fliegen wie ein Vogel, berühmte Leute treffen, bizarre Dinge erleben und all das für völlig normal halten – im Traum ist alles möglich. Schade nur, dass wir uns an die wenigsten dieser verrückten Erlebnisse erinnern können. Die meisten Träume vergisst man sofort nach dem Aufwachen. Jeder dritte Deutsche gibt sogar an, sich nie an seine Träume erinnern zu können.

Dabei träumt jeder von uns in jeder Nacht viele Male, das haben Forschungen in Schlaflaboratorien belegt. Und zwar in jeder Schlafphase mehr oder weniger intensiv, besonders stark aber in der REM-Phase. REM steht für "Rapid Eye Movement", und genau das passiert in dieser Phase: Unter den geschlossenen Lidern bewegen sich die Augen so schnell und abrupt, als befänden sie sich mitten in einem spannenden Geschehen. Probanden, die in dieser Phase geweckt werden, können sehr verlässlich von ihren Träumen berichtet – daher wird die REM-Phase auch als Traumschlaf bezeichnet. Ob wir aber durchgängig die ganze Nacht lang träumen oder dazwischen Pausen liegen, weiß niemand. Die Forscher sind auf das angewiesen, was Probanden berichten oder in Traumtagebüchern festhalten.

Im alten Ägypten und in Griechenland glaubten die Menschen, Träume erlaubten einen Blick in die Zukunft. In der Neuzeit widmete sich ein ganzer Zweig der Psychologie der Traumdeutung. Allen voran Sigmund Freud, nach dessen Theorie sich in Träumen frühkindliche Erlebnisse spiegeln. Aus der Deutung dieser Inhalte entwickelte er die Psychoanalyse.

Warum wir träumen weiß niemand

Die Frage, warum wir träumen, kann aber kein Wissenschaftler sicher beantworten. Verarbeitet das Gehirn einfach nur Erlebtes oder will uns das Unterbewusstsein etwas mitteilen? Psychologen raten, Träume nicht einfach abzuhaken, sondern festzuhalten und vielleicht die eine oder andere Parallele zum "wachen Leben" zu ziehen. Vor allem wer unter Albträumen leidet, kann so wieder zu einem ruhigeren Schlaf finden.

Allein der Vorsatz, sich am nächsten Tag an den Traum zu erinnern, verbessert die Erinnerung. Legen Sie sich Stift und Papier auf den Nachttisch und halten Sie Ihren Traum sofort nach dem Aufwachen fest. Träume sind flüchtig – ein Gedanke an neuen Tag und der Traum ist verschwunden als wäre er nie da gewesen.

Nach der Theorie nun zur Praxis. In den nun folgenden Lektionen werfen wir ein Blick ins Schlafzimmer und erklären, wie die Schlafstätte idealerweise eingerichtet sein sollte.

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aktualisiert am 27.01.2016, erstellt am 27.01.2016
Bildnachweis: iStock/yulka

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