Auch Blutungen können einen Schlaganfall auslösen

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Aneurysma: Krankhafte Aussackung der großen Hirnarterien

Hinter gut jedem zehnten Schlaganfall steckt eine Blutung im Gehirn. Ein Blutgefäß platzt, das Blut tritt aus und kann Schaden in den Nervenzellen anrichten.

Jahrelanger Bluthochdruck ist dafür häufig der Grund. Der lässt die Gefäße steif und marode werden, so dass irgendwann eines platzt.

Je nach Stärke der Blutung, übt diese Druck auf das umliegende Hirngewebe aus, was Bewusstseinsstörungen, Übelkeit und im schlimmsten Fall den Tod zur Folge hat. Schmerzen spüren Betroffene meist nicht. Bei starker Ausbreitung müssen Ärzte so ein Hämatom daher notfallmäßig operieren. Meist aber stoppt die Blutung von alleine und wird nach und nach vom Körper abgebaut.

Alte Menschen erleiden häufiger Mikroblutungen, also diverse kleine Blutungen in der Hirnrinde. Ursache dafür sind altersbedingte Ablagerungen in den Gefäßwänden. Bedingt durch die steigende Lebenserwartung, spielt diese Blutungsursache eine zunehmend häufige Rolle. Die Symptome hängen davon ab, wo und wie ausgeprägt das Problem besteht.

Gefäße können aber auch an krankhaften Aussackungen der großen Hirnarterien aufreißen. Solche Aussackungen nennen Mediziner ein Aneurysma. Wenn es platzt, zerstört solch ein Aneurysma zunächst kein Hirngewebe, führt aber schnell zu lebensbedrohlichen Komplikationen, etwa zu Hirndruck oder Gefäßkrämpfen. Da die Hirnhäute sehr schmerzempfindlich sind, spüren Betroffene ein platzendes Aneurysma im Gehirn üblicherweise in Form von heftigen – nie gekannten – Kopfschmerzen.

Wir haben es zu Beginn des Kurses bereits erwähnt: Manchmal treten die Symptome eines Schlaganfalls nur kurz auf und verschwinden dann schnell wieder. Oft handelt es sich dabei um einen Vorbote des Schlaganfalls, den Experten als TIA abkürzen. Was hinter dieser Abkürzung steckt und wie gefährlich dieser ist, erfahren Sie in der nächsten Lektion.

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aktualisiert am 09.09.2016, erstellt am 18.08.2016
Bildnachweis: W&B / Szczesny

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