Die Risikofaktoren von Schlaganfall

Auch wenn der Schlaganfall seine Opfer oft aus heiterem Himmel trifft – die Ursachen sind in aller Regel über viele Jahre entstanden.

Zum einem hat es etwas mit Veranlagung zu tun. Es gibt Menschen, deren Blutgefäße leider anfälliger für Erkrankungen sind. Erkrankung bedeutet in diesem Fall üblicherweise: eine schleichende Versteifung der Gefäße, Arteriosklerose genannt. Bluthochdruck ist einer der Hauptursachen dafür.

Unabhängig von der Veranlagung hat jeder Mensch irgendwann im Leben einmal mit Arteriosklerose zu tun. Die Erkrankung ist zu einem großen Teil altersbedingt. Denn die rund 180 Millionen Liter Blut, die ein Herz im Laufe eines 75-jährigen Lebens durch den Körper pumpt, hinterlassen Spuren in den Gefäßen. Das Blut reibt ständig an den Gefäßinnenwänden. Ähnlich wie ein Autoreifen durch Reibung auf dem Asphalt Profil verliert, gehen auch die Gefäßwände durch die Reibung langsam kaputt. Deshalb erhöht sich das Risiko, Infarkte an Herz oder Hirn zu erleiden mit steigendem Alter. Deutliche beschleunigt wird dieser Vorgang durch Bluthochdruck, Rauchen und zu hohe Blutfettwerte.

Das folgende Video erklärt Ihnen genau, was in den Blutgefäßen bei Arteriosklerose passiert:

 

Doch auch wenn Arteriosklerose mit steigendem Alter nicht unvermeidbar ist, so kann man doch einiges dafür tun, diesen Vorgang (deutlich) zu verlangsamen. Sie haben es bereits gleich zu Beginn des Kurses erfahren: Bis zu 80 Prozent sinkt das Risiko für einen Schlaganfall, wenn man einen gesunden Lebensstil pflegt – wozu auch das Halten des Blutdrucks im normalen Bereich gehört.

Gesund Leben dient vor allem dazu, die Abnutzung der Blutgefäße möglichst gering zu halten, damit Arteriosklerose idealerweise eben nicht entsteht.

Jeder sollte also vorbeugen. Für Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, ist ein gesunder Lebensstil aber fast schon überlebenswichtig. Denn leider gilt: Nach dem Schlag ist vor dem Schlag. Die über Jahre geschädigten Gefäße bleiben in ihrem schlechten Zustand. Das Risiko, einen weiteren Schlaganfall zu erleiden, ist sehr hoch. Eine auswegslose Lage also? Keineswegs! Verschiedene Maßnahmen können die Durchblutung des Gehirns verbessern, Gefäßrisiken reduzieren und erneute Schlaganfälle so häufig verhindern.

Deshalb versuchen Ärzte nach einem Hirnschlag, bei jedem Patienten genau herauszufinden, wie genau es zu dem jeweiligen Ereignis gekommen ist. Nur wenn die Fachleute die individuelle Entstehungsgeschichte kennen, können sie gemeinsam mit dem Betroffenen das Rückfallrisiko reduzieren.

Dazu kommen nach einem Schlaganfall Medikamente zum Einsatz, aber auch Sport, Ernährung und Rauchstopp leisten wichtige Beiträge. Auf diesen Gebieten kann also jeder selbst viel tun, um sein Gehirn vor dem Schlag zu bewahren. Zum Beispiel seinen Blutdruck in gesunden Werten halten. Warum das so wichtig ist, erfahren Sie in der nun folgenden Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Schlaganfall
32%

aktualisiert am 06.10.2016, erstellt am 18.08.2016
Bildnachweis: W&B

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