Schlaganfall-Risikofaktor ungünstige Veranlagung

Senior

Ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall kann in den Genen stecken

Manche Menschen tragen die genetische Veranlagung in sich, besonders leicht Blutgerinnsel auszubilden. Für so ein Erbe gibt es verschiedene Anzeichen: Wiederholte Thrombosen bereits in jungen Jahren, Fehlgeburten oder gehäufte, ungewöhnlich frühe Schlaganfälle in der Familie.

Gibt es solche Hinweise und hat sich insbesondere bereits in jungen Jahren ein Schlaganfall ereignet, ist es ratsam, das Erbgut auf entsprechende Merkmale testen zu lassen. Unter Umständen kann eine Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten notwendig werden.

Das CADASIL-Syndrom ist ebenfalls ein erbliches Leiden, dass zu wiederholten Schlaganfällen vor dem 50. Lebensjahr führt.

Schlaganfälle können außerdem Folge anderer Erkrankungen sein. Rheumatische Gefäßentzündungen wie bei Lupus Erythematodes stellen so eine Ursache dar.

Solche Gründe bestehen aber nur in Ausnahmen. Die üblichen Ursachen, wie Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Vorhofflimmern treten üblicherweise altersbedingt in Erscheinung, weshalb Schlaganfälle vor allem die Über-70jährigen treffen. Ist es dazu schon einmal gekommen, besteht ein erhöhtes Rückfallrisiko. Denn auch wenn Ärzte die individuelle Gefahrenlage bei einem Patienten erkannt haben und dementsprechend behandeln, lassen sich die Zeichen der Zeit nicht ungeschehen machen.

Trotz aller Vorsorge und aller Vorsicht: Manche Schlaganfälle lassen sich leider nicht verhindern. Wichtig ist, im Notfall richtig zu reagieren und Betroffene schnell möglichst optimal zu versorgen. In den folgenden Lektionen erfahren Sie, welche Möglichkeiten die moderne Medizin dafür parat hält – wie also Ärzte und Therapeuten einen Schlaganfall behandeln.

Ihr Fortschritt im Kurs Schlaganfall
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aktualisiert am 18.08.2016, erstellt am 18.08.2016
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