Stress und seine Folgen

Stressabbau

Dauerstress belastet das Herz-Kreislaufsystem

Mediziner wissen das schon seit langem: Chronische Überlastung, wenig Schlaf und dauernder Ärger machen krank.

Was immer ein bisschen nach nebulösem Allgemeinplatz klingt, hat sehr reale Hintergründe. Stress bedeutet, dass Körper plötzlicher Belastung ausgesetzt ist. Zum Teil kann das ein jeder bei sich merken. Deswegen wird es Ihnen auch nicht schwer fallen, in folgendem kurzem Lückentextspiel die richtigen Wörter an die richtige Stelle einzufügen. Klicken Sie dafür einfach die Wörter in der richtigen Reihenfolge an. Wenn Sie richtig klicken, wird die Lücke im Text geschlossen. Falls Sie falsch klicken, bekommen Sie eine Fehlermeldung. Los geht’s.






Was aber, wenn es keine Momente der Entspannung gibt? Wenn Menschen unter Dauerstress stehen? Gründe dafür gibt es in unserer modernen Welt immer mehr.

Mediziner haben dafür einen Fachbegriff: Dysstress. Im Gegensatz zu gelegentlichen Stress, der gut für den Körper sein kann und die Lebenskraft beflügelt, schadet Dysstress. Bei Dysstress sind die oben aufgeführten Stressreaktionen des Körpers über dem Normalmaß. Mit der Zeit verselbstständigen sie sich. Auf Dauer führt das auch zu Schäden an Herz und Gefäßen – und erhöhen damit das Risiko für einen (erneuten) Schlaganfall.

Erschwerend kommt oft noch hinzu, dass gestresste Menschen versuchen, sich mit Hilfe von Genussgiften wie Nikotin und Alkohol zu entspannen. Alle diese Faktoren erhöhen nochmals die Belastung der Gefäße.

Genau das aber – Sie wissen es ja bereits – sollten Schlaganfallpatienten mit allen Mitteln vermeiden.

Stressreduktion ist daher ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation und Vorsorge: Auszeiten etablieren, die eigenen Grenzen und Bedürfnisse respektieren und solche auch mal gegen die Wünsche anderer verteidigen – es gibt einige Stellschrauben im täglichen Leben, an denen sich das Stresslevel runterregeln lässt. Zwar kommt manch einer durch den "Warnschuss Schlaganfall" von allein zur Einkehr. Doch der Effekt hält oft nicht lange an. Andere stürzen sich zur Abwehr des Schreckens erst recht gleich wieder voll in die Arbeit.

Damit das nicht passiert, ist eine psychologische Betreuung während der Reha (und bei Bedarf darüber hinaus) wichtig. "Psychologe? Ich bin doch nicht verrückt", wird vielleicht der ein oder andere denken. Nein, natürlich nicht. Es geht bei dieser Betreuung auch nicht um die Behandlung psychischer Krankheiten, sondern um eine Verhaltensänderung – und die beginnt im Kopf. In Ihrem Kopf.

Psychische Betreuung nach einem Schlaganfall kann auch dann notwendig werden, wenn dieser Vorfall seine Spur in der Seele des Patienten hinterlässt. Welche Folgen das haben kann und was zu tun ist, erfahren Sie in der nächsten Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Schlaganfall
90%

aktualisiert am 18.08.2016, erstellt am 18.08.2016
Bildnachweis: W&B, Getty / Cultura Russ Rohde

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen