TIA: der Vorbote des Schlaganfalls

Vorbote vom Schlaganfall

Unvermittelt auftretende Gleichgewichtsstörungen können Anzeichen einer TIA sein

Gelegentlich treten Symptome eines Schlaganfalls auf und verschwinden innerhalb weniger Minuten oder Stunden wieder. Mediziner bezeichnen so ein Ereignis als eine transitorisch ischämische Attacke (TIA), also eine kurzfristige Durchblutungsstörung im Gehirn. Dabei treten vorübergehend Funktionsstörungen des Gehirns auf, die sich aber erholen, weil das betroffene Hirnareal rechtzeitig wieder durchblutet wird.

Je nachdem, welches Areal des Gehirns davon betroffen ist, zeigen sich unterschiedliche Symptome: Der eine findet nicht mehr die richtigen Worte oder spricht undeutlich. Bei einem anderen äußert sich das Problem durch einen herabhängenden Mundwinkel. Oft macht sich die TIA durch eine Gefühlsstörung im Arm oder im Bein bemerkbar. Mitunter ist sogar eine halbseitige Lähmung möglich. Aber auch unvermittelt auftretende Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen oder ein Sturz können Anzeichen einer TIA sein.

Ein besonderes Warnzeichen ist plötzliche, vorübergehende Blindheit eines Auges. Da die innere Halsschlagader auf ihrem Weg zum Gehirn auch die Netzhaut des Auges versorgt, machen sich Strömungshindernisse abhängig von ihrer Höhe manchmal so bemerkbar: Die Netzhaut erfährt Blutmangel, die empfindlichen Sinneszellen versagen den Dienst. Bedingt durch die Gefäßanatomie am Auge, lösen Gerinnsel sich häufig wieder, oder Blut aus den Gesichtsarterien rettet das Augenlicht.

Der glimpfliche Verlauf sollte aber keinesfalls zu Entwarnung verleiten. Denn rein technisch handelt es sich bei einer TIA um einen Schlaganfall – nur mit dem glücklichen Unterschied, dass die bestehende Durchblutungsstörung sich spontan lösen konnte oder Umgehungskreisläufe ausreichten, um es auszugleichen.

Da man das vorher nicht wissen kann, gilt auch eine TIA als Notfall und wird im Zweifel wie ein Schlaganfall behandelt. Insbesondere die Diagnose und die Vorsorge vor einem Rückfall müssen in gleicher Weise erfolgen. Das Risiko nämlich, in der nächsten Zeit einen bleibenden Hirnschlag zu erleiden, ist nach einer TIA erhöht. Oft folgt der echte Schlaganfall gleich in der ersten Woche nach dem Auftreten der Vorboten.

Und nun folgende Aufgabe: Klicken Sie nach und nach auf die Buchstabenfelder unten, um sich den wichtigsten Leitsatz aus den vergangenen Lektionen noch einmal gut einzuprägen. Falls Sie es eilig haben: Mit einem Klick können Sie sich jederzeit die Auflösung zeigen lassen.

Bei#jedem#Verdacht#auf*Schlaganfall#sofort#den*Notarzt#rufen


 

Jetzt wissen Sie schon eine ganze Menge über den Schlaganfall: Was ein Schlaganfall ist, wie er im Gehirn entsteht, was im Notfall zu tun ist. In den kommenden Lektionen sollen Sie erfahren, welche Risikofaktoren das Erleiden eines Schlaganfalls begünstigen. Was also die Gefahr erhöht.

Ihr Fortschritt im Kurs Schlaganfall
29%

aktualisiert am 18.08.2016, erstellt am 18.08.2016
Bildnachweis: Dpa Picture Alliance / IanHooten Science Photo Library, W&B / Röper

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen