Der Hormonhaushalt ändert sich - nicht zum ersten Mal

Wachsende Brüste, picklige Haut, Gefühlschaos und die erste Monatsblutung: Die Macht der Hormone spüren Frauen zum ersten Mal in der Pubertät. Etwa ab dem zehnten Lebensjahr geben die Botenstoffe des Körpers den Startschuss für diverse körperliche Veränderungen und machen die Geschlechtsorgane funktionstüchtig. Doch auch nach der Geschlechtsreife spielen Östrogen, Progesteron und Co. eine wichtige Rolle im weiblichen Organismus. Sie regeln den Monatszyklus, übermitteln als Botenstoffe Signale zwischen Organen und sind an wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt, etwa dem Fett- und Knochenstoffwechsel.

NCHOOKDie nächste größere Änderung machen Frauen während einer Schwangerschaft durch. In dieser Zeit wird reichlich Prolaktin produziert, das deshalb auch als Schwangerschafts-Hormon bekannt ist. Es regt das Wachstum der Brustdrüsen an und treibt während der Stillzeit die Produktion von Muttermilch an. Die Änderungen des Hormonhaushalts in der Schwangerschaft haben zahlreiche Auswirkungen – der Satz "deine Hormone spielen verrückt" kommt nicht von ungefähr: Tatsächlich ändert sich im Körper nach der Befruchtung einer Eizelle eine Menge: Hormone sind für Morgenübelkeit verantwortlich, verändern die Geschmackswahrnehmung, lassen Schwangere schnarchen, machen sie geruchsempfindlich, bilden Pigmentflecken, fördern die Durchblutung, lassen Pickel sprießen, die Stimmung schwanken, kurbeln den Stoffwechsel an, verändern die Stimme, verstopfen den Darm – und, und, und ...

Die Wechseljahre markieren die letzte große Umstellung der Hormone. Der Zyklus endet und die Eierstöcke bilden nach und nach immer weniger weibliche Sexualhormone. Mit dem Eintritt der Menopause, also der letzten Monatsblutung, stellen sie ihre Arbeit schließlich ganz ein. Ab diesem Zeitpunkt ist keine Schwangerschaft mehr möglich. Tatsächlich setzen die hormonelle Veränderungen aber bereits lange vor der Menopause ein und dauern noch Jahre danach an. Das Klimakterium ist von drei Phasen gekennzeichnet:

Mit den Pfeilen links und rechts
können Sie die Textblöcke
hin- und herbewegen

  • Die Jahre vor der Menopause heißen Prämenopause. Das Gleichgewicht der Hormone ändert sich in dieser Phase bereits, die Produktion von Progesteron nimmt deutlich ab. In der Folge verändert sich der Zyklus, die Blutung kommt unregelmäßiger, wird mitunter stärker und der Eisprung findet nur noch selten statt. Die Phase liegt meist zwischen dem 45. und dem 50. Lebensjahr.

    1/3

  • Die Menopause markiert den Zeitpunkt der letzten Regelblutung, die Östrogenproduktion versiegt. Das durchschnittliche Alter dafür liegt bei etwa 50 Jahren, es gibt aber auch Frauen, die beim Ausbleiben der Periode deutlich jünger oder älter sind. Erst, wenn zwölf Monate keine Blutung mehr auftritt, kann man wirklich von der Menopause sprechen und auf Verhütungsmaßnahmen verzichten.

    2/3

  • Die Zeit nach der Menopause heißt Postmenopause. Sie ist meist mit dem 65. Lebensjahr abgeschlossen, die Östrogen und Gestagenproduktion kommt vollständig zum Erliegen.

    3/3

Die ein bis zwei Jahre vor und nach der Menopause bezeichnen Ärzte als Perimenopause. In dieser Zeit erleben Frauen die Umstellung der Hormone besonders intensiv.

Warum der Körper den Hormonhaushalt überhaupt umstellt, erfahren Sie in der nächsten Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Wechseljahre
24%
Zahl 7
Schriftgroesse Zahl 75
Subtext Prozent
Text rechts der Frauen belastet der Verlust der Fruchtbarkeit seelisch
Schriftgroesse Text 16
Wartezeit in Millisekunden 1000
Variante (delay oder ishow) delay

aktualisiert am 08.04.2016, erstellt am 11.05.2016
Bildnachweis: W&B / Röper

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen