Phytotherapeutika im Detail

Generell gilt: Eine Phytotherapie muss individuell erprobt werden. Manche Frauen verspüren eine deutliche Besserung, andere stellen keinen Effekt fest. Eine Erklärung für die Schwankungen ist die für Pflanzen typische Vielzahl an Inhaltsstoffen. Diese Vielfalt erzeugt eine entsprechend große Variation an Wirkungen.

Traubensilberkerze

Traubensilberkerze

Traubensilberkerze

Studien haben gezeigt, dass Traubensilberkerzenmittel bei körperlichen und psychischen Wechseljahresbeschwerden helfen können. Das Heilkraut soll sich dabei besonders auf Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche positiv auswirken. Allerdings gibt es Hinweise, dass bei zu hoher Dosierung die Leber Schaden nehmen kann. Sie sollten die Behandlung auf jeden Fall mit einem Arzt abstimmen.

 

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer

Bereits seit der Antike gilt die Pflanze als hilfreiches Mittel bei Menstruationsbeschwerden. Laborversuche haben gezeigt, dass Zubereitungen aus Mönchspfefferfrüchten regulierend in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen können. Deswegen profitieren womöglich auch Frauen in den Wechseljahren von der Heilpflanze. Allerdings fehlen bislang aussagekräftige Studien, die solche Wirkungen belegen.

 

Johanniskraut

Johanniskraut

Johanniskraut

Schon seit über 2000 Jahren ist Johanniskraut als Heilpflanze bekannt. Johanniskraut kann die Stimmung aufhellen, Angstzustände lösen und nervöse Unruhe lindern. Welche Inhaltsstoffe diese Wirkungen hervorrufen, konnten Wissenschaftler bislang noch nicht klären. Johanniskraut kann mit zahlreichen Medikamenten wechselwirken. Es schwächt dabei die Wirkung anderer Mittel ab.

 

 

Melisse

Melisse

Melisse

Arzneilich wirksam ist das ätherische Öl in den Melissenblättern, welches im Körper gleich mehrere Effekte entfaltet. Es wirkt – besonders auf nervöse und ängstliche Menschen – leicht beruhigend und angstlösend. Melisse hilft so beim Einschlafen. Zudem entspannt es die Muskulatur im Darm und lindert damit Blähungen und Völlegefühl.

 

 

Nachtkerze

Nachtkerze

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl enthält Omega-6-Fettsäuren, die – in Form von Cremes – empfindliche Haut beruhigen können. Omega-6-Fette stärken vermutlich die Barrierefunktion der Haut und verringert deren Feuchtigkeitsverluste. Positive Effekte zeigen sich oft erst nach mehreren Wochen Anwendung.

 

Ginseng Wurzel

Ginseng

Ginseng soll Müdigkeit bekämpfen, gegen Erschöpfungszustände helfen und einer Erkältung vorbeugen. Es gibt Labortests, die den Ginsenosiden, ebenso wie anderen Inhaltsstoffen, tatsächlich einige Effekte bescheinigen. Diese stellen sich aber erst nach mehreren Wochen ein. Ginseng kann auch Nebenwirkungen hervorrufen und sollte deswegen nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

 

Gingkof

Ginkgo

Ginkgo

Forscher vermuten, dass Ginkgo bei nachlassender geistiger Fitness hilft. Auch Krankheiten, bei denen Durchblutungsstörungen eine Rolle spielen, könnte Ginkgo positiv beeinflussen – zum Beispiel Schwindel, Ohrensausen (Tinnitus) und die Schaufensterkrankheit (PAVK). Da Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, lässt sich derzeit nicht sicher sagen, ob Ginkgo tatsächlich das Gedächtnis beeinflusst.

 

Baldrian

Baldrian

Baldrian

Die Inhaltsstoffe des Extrakts wirken beruhigend sowie einschlaf- und durchschlaffördernd. Besonders bei leichten Schlafstörungen gehört Baldrian zu den beliebtesten pflanzlichen Mitteln. Oft sind mindestens zwei Wochen nötig, bis sich die Effekte bemerkbar machen. Im Gegensatz zu vielen chemischen Schlafmitteln kommt es durch die Anwendung von Baldrian im Normalfall nicht zu Tagesmüdigkeit.

 

Hopfen

Hopfen

Hopfen

Seit dem 18. Jahrhundert ist Hopfen als Schlaf- und Nervenmittel bekannt. Möglicherweise hat Hopfen einen ähnlichen Effekt wie das körpereigene Schlafhormon Melatonin. Der Effekt ist mild und tritt nicht sofort ein. Dafür sind bisher auch keine Nebenwirkungen bekannt. Sinnvoll ist eine Kombination mit Baldrian

 

 

Soviel zu den Arzneimitteln. Wie nähern uns langsam dem Ende des Kurses – mit der Frage: Wie läuft der Umzug?

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aktualisiert am 19.05.2016, erstellt am 11.05.2016
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