Sind es wirklich die Wechseljahre?

Frau misst Blutdruck

Besser Blutdruck kontrollieren: Viele Frauen bekommen nach der Menopause Bluthochdruck

Ab einem gewissen Alter liegt es nahe, sämtliche Beschwerden auf die Wechseljahre zu schieben. Manche Frauen und auch der ein oder andere Arzt vergessen dabei, dass einige Beschwerden auch andere Ursachen haben können.

TWHOOKEin gutes Beispiel sind Störungen der Schilddrüsenfunktion. Die Symptome dafür sind Wechseljahresbeschwerden teils zum Verwechseln ähnlich: Hitzegefühl, Herzrasen, Schlafstörungen und innere Unruhe zum Beispiel deuten auf eine Überfunktion der Schilddrüse hin, sind aber allesamt auch klassische Wechseljahresbeschwerden. Müdigkeit, sexuelle Unlust, Antriebslosigkeit, Depressionen und Gewichtszunahme hingegen treten bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf – und in den Wechseljahren. Dass viele Schilddrüsenerkrankungen zeitgleich mit dem Klimakterium auftreten und die Beschwerden verstärken können, tut sein Übriges. Und: Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse können den Zyklus durcheinander bringen. So hat die kleine, schmetterlingsförmige Hormondrüse schon oft Fehlalarm ausgelöst, wenn es um die Wechseljahre geht.

Hinter Herzklopfen kann Bluthochdruck stecken

Grundsätzlich sollten Sie sich also dafür hüten, Beschwerden pauschal auf das Klimakterium zu schieben. Hinter dem Herzklopfen könnten ein zu hoher Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen stecken, hinter dem kribbeligen Gefühl in den Beinen Diabetes (oder in seltenen Fällen Multiple Sklerose). Die Ursache der Beschwerden sollte im Einzelfall von einem Arzt abgeklärt werden. Schon eine Hormonuntersuchung des Blutes und Blutzuckerbestimmung kann Klarheit bringen.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Wechseljahresbeschwerden auch nach der Postmenopause partout nicht verschwinden wollen oder erst nach den Wechseljahren auftreten. So entwickelt mehr als die Hälfte der Frauen in den ersten Jahren nach der Menopause einen Bluthochdruck. Bei Blutungen gilt besondere Wachsamkeit. Sie sollten auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und die Ursache klären.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Osteoporose. Da diese Erkrankung der Knochen grundsätzlich alle Frauen treffen kann, sollten Sie darüber Bescheid wissen. Die nun folgende Lektion klärt Sie auf.

Ihr Fortschritt im Kurs Wechseljahre
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Text Vorsicht! Schieben Sie nicht jede Beschwerde auf die Wechseljahre
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aktualisiert am 19.05.2016, erstellt am 11.05.2016
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